Der Tagesspiegel berichtet in seiner heutigen Ausgabe von einem neuen Think Tank, der sich in Berlin gegründet hat. “Neue Verantwortung – Junge Köpfe für Deutschland” heißt die Denkfabrik, deren Konzept an den Club of Rome und seinen “jungen Bruder”, den Think Tank 30, erinnert: interdisziplinäre Teams aus acht bis zwölf High Potentials arbeiten über 10 Monate an zukunftsweisenden Fragestellungen, die auf einer jährlichen Konferenz besprochen werden. Alle Teams haben Zugriff auf die wichtigste wissenschaftliche Infrastruktur sowie praktische Unterstützung. Zu drei Praxismodulen á zwei Tagen kommen die Teams in Berlin zusammen, dazwischen arbeiten sie via Internet an ihren Projekten weiter.
Diese Arbeitsweise erinnert im Grundsatz an diejenige amerikanischer Denkfabriken, die ebenfalls durch den Wechsel zwischen Berufswelt und Denkfabrik und durch die zeitliche Begrenzung der Forschungszeit durch “fellowships” charakterisiert ist. Der Vorteil: die Fellows bringen einen reichhaltigen Erfahrungsschatz aus ihrem Beruf mit in die Denkfabrik und frischen Wind in die Bücherstuben. Auf der anderen Seite muss garantiert werden können, dass die Arbeiten der Fellows wissenschaftlichen Grundsätzen genügen – sonst drohen die erarbeiteten Papiere in der Schublade zu bleiben. Neue Verantwortung will diesem Schicksal durch die enge Zusammenarbeit mit renommierten Experten entgehen. Der Erfolg dieser Strategie wird entscheidend für den Erfolg der Stiftung sein.
Träger des Think Tanks sind unter anderem der Bundesverband der Deutschen Industrie und der Deutsche Olympische Sportbund. Er wird finanziert durch freiwillige Zuwendungen von Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen.
July 3rd, 2008
Die grüne Heinrich-Böll-Stiftung ist ab dem 1. Juli 2008 unter einer neuen Adresse zu finden: vom Berliner Hackeschen Markt zieht die Stiftung in die Schumannstrasse gegenüber dem Deutschen Theater. Das Haus solle, so die Vorstandsmitglieder der Stiftung Ralf Fücks und Barbara Unmüßig, auch die Werte der Stiftung – Weltoffenheit, Transparenz, Ökologie und Nachhaltigkeit – widerspiegeln. So sticht insbesondere das preisgekrönte ökologische Energiekonzept des Stiftungsneubaus hervor, dessen Energieverbrauch die gesetzlich vorgeschriebenen Werte der Energieeinsparverordnung um die Hälfte unterbieten. Die Baukosten betrugen insgesamt 12,5 Millionen Euro. Die offizielle Eröffnung findet nach der parlamentarischen Sommerpause im September diesen Jahres statt.
June 28th, 2008
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| Faruk Sen (Foto: ZfT) |
Der Vorstand des Essener Zentrums für Türkeistudien hat in einer außerordentlichen beschlossen, den Gründungsdirektor des Instituts Faruk Sen zu entlassen, nach dem dieser in einem türkischen Magazin geschrieben hatte, die Türken seien die “neuen Juden Europas”. Diese und ähnliche umstrittene Äußerungen widersprächen dem Stiftungszweck und schadeten der Reputation des Instituts, so der Vorstand in seiner Begründung.
Sen will diese Entscheidung nicht hinnehmen und kündigte laut taz an, sich juristisch zur Wehr setzen zu wollen. Zugleich bedauerte er seine Äußerung. Das 1985 gegründete Zentrum für Türkeistudien ist bundesweit einmalig und forscht vor allen Dingen zu Integrationsfragen. Es finanziert sich durch Forschungsaufträge und durch Gelder des Landes Nordrhein-Westfalen.
Durch seine starke mediale Präsenz habe Sen “aus einer wissenschaftlichen Nische heraus eine beachtliche Zahl an Schlagzeilen und Talkshows geprägt zu seinem Lebensthema Integration”, so die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Der aktuelle Fall zeigt jedoch auch deutlich, wie gefährlich die Ausrichtung einen ganzen Instituts auf einzelne Forscherpersönlichkeiten sein kann. In einer Krise kann so unter Umständen die gesamte Organisation gefährdet sein.
Auch die Gütersloher Bertelsmann Stiftung war kürzlich in die Schlagzeilen geraten, weil eines ihrer Vorstandsmitglieder in den Verdacht geraten war, Untreue begangen zu haben. Die Stiftung trennte sich darauhin von einem ihrer prominentesten Wissenschaftler, dem Münchener Professor Werner Weidenfeld.
June 26th, 2008
In erstaunlicher Geschwindigkeit hat sich die Volksrepublik China in den letzten zehn Jahren eine einflussreiche Position in der internationalen Politik gesichert. Dennoch bleibt unser Bild von China eindimensional: eine dynamische Wirtschaft steht einem statischen politischen System gegenüber, so die gängige Meinung über China.
Dass diese Einschätzung der Volksrepublik nicht gerecht wird, zeigt Mark Leonard, Direktor des European Council on Foreign Relations und Autor des Buches “Warum Europa die Zukunft gehört”
in seinem neuen Buch “What does China think”
. Leonard selbst beschreibt sich dabei als “Sinologen aus Zufall”, der überrascht wurde von der Größe und Vielfalt der chinesischen Think-Tank-Szene. Tausende von Akademikern, die die kommunistische Partei in Fragen der Wirtschafts-, Außen- und Innenpolitik beraten – das passt nicht in das klassische Bild der “black box” Peking.
Und doch gibt es eine lebhafte Debatte über politische Steuerung und auch über Demokratisierung in China, die sich natürlich zum Teil erheblich von den Vorstellungen des Westens unterscheidet. Andes als die Länder Osteuropas oder Lateinamerikas folgte China nicht dem westlichen Modell der politischen Demokratisierung als Vorstufe einer marktwirtschaftlichen Ordnung, sondern nahm den umgekehrten Weg – mit dem Erfolg, dass China seit 30 Jahren zweistellige Wachstumsraten vorweisen kann. Nun streiten sich aber auch in China die “Neue Rechte” und die “Neue Linke”, wie der neue Reichtum Chinas verteilt werden soll.
Auch politisch versucht die KP China, ihre Herrschaft durch erste Experimente mit demokratischen Prozessen zu legitimieren. Im Zentrum stehen dabei jedoch keine nationalen Wahlen in einem Mehrparteiensystem, sondern Bürgermeisterwahlen auf kommunaler Ebene, mehr innerparteilichen Wettbewerb und Instrumente deliberativer Beteiligung einfacher Bürger durch Planungszellen oder Meinungsumfragen. Auch Wissenschaftler spielen dabei eine wichtige Rolle (siehe “Die Intellektuellen haben vom Aufstieg Chinas profitiert”, September 2007). Am Ende könnte dabei eine hochtechnologisierte “deliberative Diktatur” stehen, in der es zwar keine nationalen Wahlen gibt, die Regierung aber dennoch auf die Wünsche ihrer Bürger reagiert, durch Gesetze gebunden und dadurch auch relativ stabil ist.
Außenpolitisch hat die Volksrepublik ihren revolutionären Anspruch fallen gelassen und tritt statt dessen für einen multilateralen Politikansatz auf der Basis der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten ein. Kern dieses Ansatzes ist ein Modell der “kooperativen Sicherheitspolitik” und die Gründung von neuen regionalen Institutionen, die in Konkurrenz zu EU, OSZE, NATO und anderen Organisationen des “Washington Consensus” treten. In Asien, aber auch darüber hinaus, entsteht bereits der neue “Beijing Consesus” und gewinnt immer neue Anhänger (siehe dazu auch Joshua Kurlantzicks Buch “Charm Offensive: How China’s Soft Power Is Transforming the World”).
Die vergangenen 30 Jahre politischer und wirtschaftlicher Reform in China, so Leonard in seinem Schlusskapitel, seien auf die Integration Chinas in die Welt ausgerichtet wesen. In den kommenden dreißig Jahre werde China versuchen, die Welt nach seinen Maßen neu zu ordnen. Auf eindrucksvolle Art und Weise zeigt Leonard, wie die Welt aus chinesischer Perspektive aussieht und bietet einen spannenden Einblick in die Dynamik der politischen Debatte in der Volksrepublik.
June 22nd, 2008
Mit heftigen Worten hat das Münchener ifo-Institut den “3. Armuts- und Reichtumsbericht” der Bundesregierung kritisiert, den Arbeitsminister Olaf Scholz kürzlich vorgelegt hat:
“Die dort angegebenen Zahlen produzieren, gewollt oder ungewollt, eher Chaos als Klarheit über den Begriff und Umfang von Armut in Deutschland”, so der Leiter für Sozialpolitik und Arbeitsmärkte am ifo-Institut, Martin Werding, in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
In einem Beitrag für die Wirtschaftswoche legte ifo-Chef Hans-Werner Sinn noch nach: es stimme nicht, dass jeder achte Deutsche arm sei, so der Ökonom. Zuvor hatte auch das Wirtschaftsministerium den Bericht mit den Worten kritisiert, der Bericht enthalte “tendenziöse Passagen”. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) hingegen wirft Scholz vor, die dem Bericht zugrunde liegenden Daten beschönigt zu haben. Die Armutsquote in Deutschland liege nicht bei 13, sondern bei 18 Prozent. Das DIW hatte dem Arbeitsministerium bei der Erstellung des Berichts zugearbeitet.
June 11th, 2008
FAZ.NET, die Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, macht derzeit vor, wohin es gehen könnte mit dem Online-Journalismus. Erst hat sie mit dem “F.A.Z. Reading Room” – pardon, das heißt jetzt “Lesesaal” – ein interaktives Forum für Bücherfreunde gestartet, nun ist in ähnlicher Manier auch ein FAZ.NET Special zum Thema “China” erschienen.
Dort ist heute auch ein sehenswertes Video-Interview mit dem Direktor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) Eberhard Sandschneider zu sehen. Der Westen sei nicht auf den Aufstieg Chinas vorbereitet, so Sandschneiders These. Darüber hinaus prognostiziert der Autor des Buches “Globale Rivalen”
, dass eine Demokratie nach westlichem Vorbild in China auf absehbare Zeit sehr unwahrscheinlich sei, denn die wachsende Mittelschicht von150 Mio. Menschen habe kein Interesse daran, ihr politisches Schicksal durch die Einführung einer Demokratie in die Hände von 800 Mio. Bauern zu legen, die eine völlig andere Interessenlage hätten.
So weit der Inhalt, besonders interessant ist in diesem Zusammenhang jedoch die Form. Das Video ist mit technisch äußerst einfachen Mitteln gemacht: eine Kamera, die zwischen verschiedenen Einstellungen wechselt sowie in das Video integrierte Fotos sind alles, was man für das Video benötigt.
Denkfabriken können daraus ebenfalls Kapital schlagen, denn die Produktion eigener Mini-Videos ist eine einfache und verhältnismäßig kostengünstige Möglichkeit, ihre öffentliche Wahrnehmung deutlich zu verbessern. Davon würden beide Seiten, Online-Medien und Denkfabriken, profitieren: Online-Medien können die Videos in ihre Beiträge einbinden und so die Klickzahl für ihre Seiten – die zentrale Maßeinheit für Internetwerbung – erhöhen. Auf der anderen Seite können Think Tanks ihre Wissenschaftler mit Mini-Videos wesentlich öffentlichkeitswirksamer und prominent platzieren. Die Produktion eines dreiminütigen Videos koste dabei weniger als 1.000 Euro, so Klas Roggenkamp, Gesellschafter der compuccino GbR.
In den USA sind manche Think Tanks sogar noch weiter und haben – wie die enommierte Brookings Institution – sogar ein eigenes Ton- und Filmstudio. Bereits heute gehören Podcasts zum digitalen Medienangebot vieler Think Tanks – bis zum eigenen Video-Podcast ist es da nur ein kleiner Schritt.
May 15th, 2008
Dr. Philipp-Christian Wachs (41) ist neuer Geschäftsführender Direktor des Haus Rissen in Hamburg. “Mit dieser Bestellung kann Haus Rissen seinen Weg erfolgreich fortsetzen, die politische und wirtschaftliche Kompetenz der Menschen zu stärken”, sagt Georg C. Domizlaff, Vorstandsvorsitzender von Haus Rissen.
Dr. Wachs war in früheren Tätigkeiten u. a. als Geschäftsführer der Deutschen Nationalstiftung (Hamburg/Weimar) und in leitender Funktion bei der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius tätig. Davor arbeitete er in Berlin für das Industrial Investment Council (IIC), einer von der Bundesregierung und den Neuen Bundesländern betriebenen offiziellen Investitionsfördergesellschaft für die ostdeutschen Bundesländer und Berlin.
Dr. Wachs: “Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung und auf das Team. Haus Rissen bietet als renommierter, professioneller Wissensdienstleister in den Bereichen Wirtschaft und Politik hervorragende Potenziale. Ich freue mich darauf, sie gemeinsam mit dem Team weiter zu entwickeln und zukunftsträchtige Themen anzupacken”.
May 10th, 2008
Gestern wurde der neue russische Präsident Dimitri Medwedew in Moskau vereidigt. Er übernimmt den Stab von Wladimir Putin, der Russland in den vergangenen acht Jahren wieder zurück auf die Weltbühne gebracht hat: nach den turbulenten 1990er Jahren ist Russland heute eine expandierende Wirtschaftsmacht mit neuem außenpolitischen Selbstbewusstsein. Und auch wenn Wladimir Putin auch weiterhin als Premierminister eine politisch wichtige Rolle spielen wird, wird Medwedew einen eigenen Regierungsstil entwickeln.
Wer ist Dimitri Medwedew? Und welche Erwartungen stellen wir an die neue russische Regierung? Diese Fragen hat mein Arbeitgeber, die Beratungsfirma dimap communications, ausgewiesenen Russlandkennern gestellt und die Ergebnisse in einem aktuellen dicomm dossier zusammengefasst:
Andreas Schockenhoff, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Koordinator der deutsch-russischen zwischengesellschaftlichen Zusammenarbeit, sagt in seinem Beitrag: „Wir haben das Interesse an einem politisch und wirtschaftlich modernen Russland“. Er betont, Deutschland wolle eine an Werten orientierte strategische Partnerschaft mit Russland.
Alexander Rahr, Leiter des Russland/Eurasien-Programms an der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), fragt, ob es Medwedew tatsächlich gelingt, sich von seinem Vorgänger Wladimir Putin zu emanzipieren. Dennoch ist er der Meinung, Medwedew sei ein „Hoffnungsschimmer“, weil er einer neuen Generation von Russen angehöre, die keine Beziehungen zum alten Sowjetkommunismus hat.
Auch die Mehrzahl der deutschen „Informationselite“ ist zwischen Skepsis und einer hohen Erwartungshaltung gegenüber Russland hin- und hergerissen, wie eine für das Dossier erstellte Zielgruppenbefragung zeigt. Es wird allerdings auch deutlich, dass eine Mehrzahl der Befragten sich mehr Informationen über Russland wünscht.
Ein Überblick über das Regierungsprogramm von Dimitri Medwedew, erstellt aus aktuellen Grundsatzreden des Präsidenten, rundet das Dossier ab.
Das Dossier kann hier kostenlos heruntergeladen werden (PDF, 320 KB).
Viel Spaß bei der Lektüre!
May 8th, 2008
Ich mag das Foreign Policy Magazin. Anders als viele andere Magazine hat es keine Scheu vor der drastischen Zuspitzung. Sie wollen wissen, wer welchen Einfluss in der internationalen Politik ausübt? Foreign Policy macht daraus zusammen mit dem ebenfalls sehr empfehlenswerten britischen Prospect Magazine ein globales Intellektuellen-Casting – und nennt es auch so: “The Top 100 Public Intellectuals”. Aber es kommt noch besser: Sie, also die Leser dürfen nun via Online-Umfrage abstimmen, wer die 20 einflussreichsten Intellektuellen sind – oder neue Namen vorschlagen.
Und hier ist meine Wahl:
- Niall Ferguson, Historiker und Autor des großartigen Buches Empire: How Britain Made the Modern World

- Thomas Friedman, einer der großen Vordenker der Globalisierung
- Al Gore, der gescheiterte Präsidentschaftskandidat und gefeierte Nobelpreisgewinner – eine unglaubliche Karriere!
- Ayaan Hirsi Ali, die streitbare und provokante Islam-Kritikerin und
- Lilia Shevtsova, eine der besten Kenner des modernen Russland.
Diese Liste muss natürlich subjektiv bleiben – Sie müssen also selbst abstimmen, wenn Sie anderer Meinung sind! Aber: verraten Sie mir Ihre Top-5 und schreiben Sie ihre Liste als Kommentar!
May 7th, 2008
Eben bin ich über einen Artikel im Sammelband Politikberatung in Deutschland
(VS Verlag für Sozialwissenschaften 2006) gestoßen, in dem der Soziologe Friedhelm Neidhardt die Frage stellt, ob wissenschaftliche Politikberatung auch über die Medien erfolgen kann. Dabei kommt Neidhardt zu einem interessanten Ergebnis:
Zwar könne die Wissenschaft über die Medien eine gewisse Aufmerksamkeit für bestimmte Themen erzeugen und auf drängende Probleme hinzuweisen, allerdings seien die Medien nicht in der Lage, die verschiedenen Argumente zu systematisieren damit auch “beratend” an einer Lösung mitzuwirken. Vielmehr reden eine Vielzahl Experten in den Medien “aneinander vorbei” und der Wahrheitsgehalt einzelner aussagen könne nur unzureichend bestimmt werden.
Deswegen solle die Wissenschaft sich nicht den Medien verschließen, im Gegenteil. Die Wissenschaft müsse sich nur dafür einsetzen, dasss auch im Grenzbereich zwischen Wissenschaft und Praxis die “akademische Selbstkontrolle” funktioniert. Und dazu seien Pressereferenten “nicht das Mittel der Wahl”.
Warum nicht? Im Alltag haben die meisten Wissenschaftler schon genug mit Verwaltung und Lehre zu tun und kommen kaum zum Forschen. Und nun sollen sie auch noch ihre Medienarbeit organisieren? Die Öffentlichkeitsarbeiter in Denkfabriken und Wissenschaftsinstitutionen können dabei eine große Hilfe sein, in dem sie Medienanfragen bündeln, Medienauftritte planen und nicht zuletzt auch ein gutes Training anbieten. Denn die Kommunikationssysteme Wissenschaft und Medien funktionieren unterschiedlich und damit beide Seiten mit dem Ergebnis zufrieden sind, braucht es auf Wissenschaftsseite jemanden, der versteht, wie die Medien und die Wissenschaft funktionieren.
Und ganz wichtig: Die Öffentlichkeitsarbeiter müssen auch dafür sorgen, dass nicht nur einzelne Wissenschaftler, sondern das gesamte Unternehmen von der Medienaufmerksamkeit profitiert. Es gibt also genügend zu tun für die PR-Referenten der Denkfabriken – kein Grund, sich zu verstecken.
May 5th, 2008
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