Soros will Neustart der Ökonomie
Ausland, Nachrichten — By Daniel Florian on 23. March 2010 20:04 pmDie Wirtschaftswissenschaften sind durch die Finanz- und Wirtschaftskrise auch in eine Imagekrise gerutscht. Die Disziplin muss sich neu erfinden. Die Financial Times Deutschland wirft in einer neuen Serie jeden Dienstag einen Blick auf neue Denkschulen in den Wirtschaftswissenschaften. Zu den vorgestellten Denkern gehören neben bekannten Ökonomen wie Joseph Stiglitz oder George Akerlof auch (noch) unbekannte Wissenschaftler wie Roman Frydman, der Modelle entwickelt, mit denen Finanzmarktexzesse automatisch reguliert werden können.
Unterstüzt wird die Serie von einem neuen Think Tank, dem Institute for New Economic Thinking (INET), den George Soros im vergangenen Oktober gegründet hat. Vom 8. bis zum 11. April sollen die Denker dann in der alterwührdigen Universität Cambridge zusammenkommen und ihre Forschungen diskutieren. Zu Gast werden dann auch Praktiker wie EZB-Präsident Jean-Claude Trichet und andere sein. Konferenzen in Peking und Budapest sollen 2010 noch folgen. Zudem sollen neue Modell-Lehrpläne in Zusammenarbeit mit renommierten Universitäten erstellt werden.
“Wir verstehen uns als Einrichtung, die kanalisiert, was Ökonomen weltweit schon tun”, so Robert Johnson, der Leiter des INET, in der Financial Times Deutschland. “Und wir sind dabei, ein globales Netzwerk von Joint Ventures mit anderen Instituten aufzubauen.”
Foto: Ben Gallagher, Half way up St John’s Chapel, Cambridge, Lizenz: CC BY 2.0
Tags: Institute for New Economic Thinking

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