Wie unabhängig sind Auftragsforscher?
Politikberatung — By Daniel Florian on 10. February 2010 10:23 amFür Think Tanks, die auch Auftragsforschung betreiben, ist eine Frage entscheidend: welche Beschränkungen werden durch den Auftraggeber auferlegt? Und wie sollen die Forscher damit umgehen? Wie man mit dem Spannungsfeld zwischen Dienstleistung und Wissenschaft umgehen kann, beschreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung in einem Artikel über das Zentrum für Angewandte Geschichte (ZAG) in Erlangen (8. Februar 2010, leider nicht online).
Die wichtigste Lektion:
Die Verantwortung für Unabhängigkeit und Qualität einer Dienstleistung liege immer beim Auftragnehmer, also beim Forscher. Daher sei es gleichgültig, ob der Auftrag von einer öffentlichen Institution oder von einem Unternehmen komme. Dass alle ein bestimmtes Interesse verfolgten, liegt auf der Hand.
Ein paar Grenzen gibt es auch beim ZAG – wenn ein Auftraggeber eine umfassende Akteneinsicht verwehrt, lehnt das ZAG einen Auftrag auch mal ab. Gregor Schöllgen, Professor am ZAG, beschreibt den Deal zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer so:
Eine Einflussnahme auf die historisch-politische Einordnung oder Interpretation hat der Kunde nicht. Umgekehrt erheben wir keinen Anspruch auf die Veröffentlichung unserer Ergebnisse.
Foto: digital cat, Das linke Auge, Lizenz: CC BY 2.0
Tags: Zentrum für Angewandte Geschichte

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