IW Köln startet Prognosebörse
Nachrichten — By Daniel Florian on 27. November 2009 17:00 pmMit fast sechsmonatiger Verspätung haben das Institut der deutschen Wirtschaft Köln und das Handelsblatt am 5. November 2009 eine Prognosbörse zur Vorhersage der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland gestartet. Auf der Webseite http://www.eix-market.de kann sich jeder Interessierte einloggen und Tipps für die künftige Entwicklung wichtiger Wirtschaftsindikatoren wie dem Bruttoinlandsprodukt, der Inflationsrate, der Arbeitslosenzahl etc. abgeben. Die einzelnen Prognosen werden dabei wie Aktien an der Prognosebörse gehandelt. Erfolgreiche Händler können anstelle von Geld Preise im Wert von mehr als 37.000 Euro gewinnen.
Das Konzept der sogenannten “Prognosemärkte” beruht auf der Erfahrung, dass der Durchschnitt der individuellen Prognosen von einzelnen Menschen die tatsächliche Entwicklung oft genauer vorhersagen kann als selbst Experten. James Surowiecki, Autor des Buches “Die Weisheit der Vielen. Warum Gruppen klüger sind als Einzelne” beschreibt dieses Phänomen so:
I[aartikel]3442154464:right[/aartikel]f you ask a large enough group of diverse, independen people to make a prediction or estimate a probability, and then average those estimates, the errors each of them makes in coming up with an answer will cancel themselves out. Each person’s guess, you might say, has two components: information and error. Subtract the error, and you’re left with the information.
Die Gültigkeit dieses Prinzips hat sich schon in vielen Fällen gezeigt, etwa dem Hollywood Stock Exchange, der versucht, den Erfolg von Hollywood-Blockbustern vorherzusagen, oder bei der Wahlstreet der LMU München, auf der alle vier Jahre die Ergebnisse der Bundestagswahlen gehandelt werden.
Foto: © Sonia Boukaia-Murari – Fotolia.com
Tags: Forecasting, Institut der deutschen Wirtschaft

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