Journals: Bedrohung für die Wissenschaft?

Nachrichten — By on 17. September 2009 15:00 pm

Das britische Times Higher Education Supplement bietet einen interessanten Hintergrundartikel über die aktuelle Debatte über die Bedeutung von Fachzeitschriften in der Wissenschaft. Unter dem Stichwort Open Access fordern einige Wissenschaftler den freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur im Internet. Die zentrale Forderung dieser Bewegung ist, dass wissenschaftliche Publikationen als Ergebnisse von öffentlich geförderter Forschung der Öffentlichkeit auch kostenfrei zur Verfügung gestellt werden sollen.

Kritiker wie der Nobelpreisträger Sir John Sulston argumentieren

that the use of journal metrics is not only a flimsy guarantee of the best work (his prize-winning discovery was never published in a top journal), but he also believes that the system puts pressure on scientists to act in ways that adversely affect science – from claiming work is more novel than it actually is to over-hyping, over-interpreting and prematurely publishing it, splitting publications to get more credits and, in extreme situations, even committing fraud.

Die Kritik richtet sich inbesondere gegen Verlage, die wiederum in der Open-Access-Bewegung eine Bedrohung ihres Geschäftsmodells sehen. Noch sind akademische Publikationen in Zeitschriften und Sammelbänden eine der wichtigsten Voraussetzungen für Karrieren in der Wissenschaft. Doch immer mehr Wissenschaftler publizieren inzwischen jedoch auch weitgehend losgelöst von Wissenschaftsverlagen im Internet.

Hat tip: Andreas Müllerleile, Foto: the.Firebottle, Journals, Lizenz: Creative Commons

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