Tools zur effizienten Twitter-Nutzung

Medien — By on 23. August 2009 9:28 am

Im letzten Beitrag dieser kleinen Miniserie habe ich den Microbloggingdienst Twitter vorgestellt und erläutert, wie Think Tanks den Dienst nutzen können (noch nie etwas von Twitter gehört? Dieses Video beschreibt noch einmal sehr plastisch, worum es bei Twitter geht). Um Twitter noch effizienter zu nutzen, können User auf eine Vielzahl von Mini-Programmen und Webseiten zurückgreifen, von denen einige hier vorgestellt werden. Eine Auswahl zu treffen ist extrem schwer, weil es inzwischen über 25.000 Apps für Twitter gibt. Dies sind also die Apps, die ich selber nutze, oder die mir von anderen Twitter-Nutzern empfohlen wurden.

Management des eigenen Twitter-Accounts

[aartikel]3897219425:right[/aartikel] Hootsuite ist ein so genannter Twitter-Client, ein Browser-basiertes Tool zum Schreiben und Verwalten von Tweets. Das Besondere an Hootsuite ist ein Link-Shortener, der es dem Nutzer ermöglicht, Links in den eigenen Tweets abzukürzen und so wertvolle Zeichen zu sparen. Hootsuite erlaubt außerdem eine statistische Analyse dieser Links, so dass Sie sehen können, wie viele Ihrer “Follower” (also der Leute, die ihre Tweets abonniert haben) auf ihren Link geklickt haben. Darüber hinaus ermöglicht Hootsuite das zeitlich verzögerte Senden von Tweets. Anders als ähnliche Dienste wie zum Beispiel TweetDeck läuft Hootsuite über das Internet, unabhängig von Ihrem Heim- oder Bürorechner.

Twitterati mit ähnlichen Interessen finden

[aartikel]3937514740:right[/aartikel] Tweetranking ist ein Service des FAZ-Redakteurs Holger Schmidt, der es einem ermöglichen soll, schnell einflussreiche “Twitterati” zu einem bestimmten Thema zu finden. Nach der Eingabe eines Stichworts erscheint eine Liste mit Twitter-Nutzern, die von anderen Usern zu genau diesem Thema empfohlen wurden. Sie können selber von jedem Twitternutzer empfohlen werden oder andere User empfehlen – etwa @daniel_florian in den Kategorien #politik und #think tank. Ein ähnlicher Dienst, der auch in den USA weit verbreitet ist, ist wefollow. Nach einer Weile werden Sie vermutlich eine ganze Reihe von Followern haben – hier hilft dann die Seite Twitter for Busy People, wenn Sie gezielt über die Tweets ihrer wichtigsten Kontakte auf dem Laufenden gehalten werden wollen.

Twitter-Updates auf der eigenen Webseite einbinden

Wenn Sie einen eigenen Blog haben – etwa bei WordPress – können Sie auf diesem Blog ein kleines Miniprogramm (Plug-In) installieren, durch das ihre eigenen Tweets automatisch auch auf Ihrem Blog abgebildet werden. Bei WordPress existieren eine Reihe von Plug-Ins, die dies bewerkstelligen, eines davon ist “Twitter for WordPress”, dass ich auch in diesem Blog benutze. Ähnliche “badges” etwa für Facebook und andere Seiten gibt es auch direkt von Twitter. Ebenfalls in diese Kategorie passt Twitterfeed, ein Dienst, der ihre neuen Blogposts automatisch in Ihren Twitter-Account enfließt.

Umfragen mit Twitter

twtpoll ist ein Tool, mit dem Sie schnell und unkompliert eine eigene Twitter-Umfrage starten können. Nicht repräsentativ, aber unterhaltsam.

Fotos auf Twitter

Mit Twitpic können Sie auch Fotos twittern, etwa von Ihrem Handy aus. Viele Twitter-Clients haben diesen Dienst bereits vorinstalliert; sobald Sie also ein Foto hochladen, wird es automatisch auf dem Server von Twitpic abgelegt und ein Link in Ihrem Tweet erzeugt. Auch flickr – die wohl bekannteste Foto-Community im Netz – hat inzwischen eine Twitter-Funktion integriert.

Twitter-Interviews

Kleine “Interviews” via Twitter zu führen ist insbesondere unter politischen Twitterati beliebt. Dabei wird es schnell unübersichtlich, wenn man versucht, solch einem Twitter-Interview inhaltlich zu folgen. Eine Erleichterung bietet hier das Tool Tweeterview, das für genau solche Situationen geschaffen wurde.

Mobiles twittern

Einer der Vorteile von Twitter ist, dass man es auch ohne Probleme von unterwegs aus tun kann. Für viele Smartphones gibt es extra Programme, mit denen das Twittern noch einfacher wird, etwa Twitterberry für den Blackberry oder TwitterFon für das iPhone.

Wichtige Begriffe und Twitter-Tipps

Der Zwang, sich kurzfassen zu müssen führt dazu, dass es eine Reihe von auf den ersten Blick kryptischen Kürzeln in der Twittergemeinde gibt, etwa die Abkürzung “RT” für Retweet, ein Befehl, der am ehesten dem Weiterleiten einer E-Mail nahekommt. Die wichtigsten Abkürzungen und Befehle für Twitter finden Sie hier.

Und für alle, die sich erst noch ans Twittern gewöhnen müssen hat Jill Gordon “100 Serious Twitter Tips for Academics” zusammengestellt (vieln Dank an kosmopolit, der den Link via Twitter gesendet hat).

Wie schon zu Beginn erwähnt, ist das nur eine kleine Auswahl der wichtigsten Twitter-Apps. Ich freue mich über Ihre Lieblingstools in den Kommentaren zu diesem Blogpost!

Foto: Simon Dogget, Twittering, Lizenz: Creative Commons

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