Internationales Konversionszentrum Bonn wird 15

Nachrichten — Von Daniel Florian am June 24, 2009 um 9:00 am

Das Internationale Konversionszentrum Bonn feiert im Juni seinen 15. Geburtstag. Das Institut setzt sich für die Abrüstung ein, um so finanzielle Mittel für entwicklungspolitische Aufgaben erfüllen zu können. “Viele der Hoffnungen, die 1994 an den Begriff ‘Konversion’ gerichtet waren, haben sich leider nicht erfüllt”, resümierte Peter Croll, Direktor des BICC, zum Jubiläum. Die Friedensdividende, so Croll, fiel kleiner aus als erhofft. Die Militärausgaben stiegen in den letzten fünf Jahren ständig weiter an. Die Kluft zwischen Militär- und Entwicklungsausgaben hat sich immer weiter vergrößert.

Angesichts dieser Herausforderung habe sich das Konversionszentrum seit seiner Gründung weiterentwickelt und erneuert. “Mit anwendungsorientierter Forschung, Beratung und ‘capacity building’ will das BICC Frieden und Entwicklung fördern”, betont Croll. Zu den aktuellen Arbeitsschwerpunkten des Instituts gehören heute die Beratung bei Demobilisierungs- und Reintegrationsprozesse etwa in Kolumbien, Kleinwaffenkontrolle z. B. in West- und Ostafrika sowie die Zusammenhänge zwischen Rohstoffen und Konflikten bzw. Migration und Sicherheit.

Einen besonderen Schwerpunkt legt das BICC auf die Erforschung von globalen Trends, Export und Kontrolle von Rüstung. “Der Globale Militarisierungsindex, der dieses Jahr zum ersten Mal erschien, untersucht in 151 Staaten, welche Auswirkungen Größe und Zusammensetzung des Militärapparats auf die menschliche und wirtschaftliche Entwicklung eines Staates haben”, erläutert Croll.

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