Global Economic Symposium: das deutsche Davos

Nachrichten — By on 18. September 2008 17:13 pm

Was die Schweizer können, können wir auch – das scheinen sich das Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein und das Kieler Institut für Weltwirtschaft gedacht zu haben, als sie in diesem Jahr das erste Global Economic Symposium (GES) ins Leben gerufen haben.

436 Top-Manager, Nobelpreisträger und Politiker treffen sich zum transnationalen Brainstorming: bisher ist vor allen Dingen das jährliche Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos mit diesem Konzept in Verbindung gebracht worden. Und auch die malerische Atmosphäre auf Schloß Plön erinnert an Davos.

Dennoch betont der ehrgeizige Direktor des IfW Dennis Snower, dass die Konferenz in Plön das Weltwirtschaftsforum ergänzen, nicht ersetzen soll – aber was soll man auch anderes auf so eine Frage antworten? Aber das GES unterscheidet sich auch in einigen Dingen deutlich von Davos: die Paneldiskussionen der Konferenz werden im Vorfeld via Internet vorbereitet, so dass beim Treffen bereits fertige Thesenpapiere vorliegen, und außerdem finden die Diskussionen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Diese Vertraulichkeit soll den Austausch fördern. Und es gibt einen weiteren Unterschied zum großen Vorbild Davos, wie einige Konferenzteilnehmer augenzwinkernd betonten: In Plön seien keine Hollywoodstars unter den Teilnehmern, sondern Starökonomen.

In zwei Monaten sollen die Ergebnisse der Konferenz in einem Paper zusammengefasst und publiziert werden. Konkrete Empfehlungen zu den Themen Klimawandel, Energiesicherheit und Global Governance sollen darin enthalten sein. Ein ambitionierter Anspruch, der da an diesem kleinen Ort formuliert wird. Eben wie in Davos.

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