Leibniz-Gemeinschaft empfielt weiterhin Förderung des IWH

Die Leibniz-Gemeinschaft empfiehlt, das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) auch in Zukunft zu fördern. Zur Begründung heißt es:

Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hat sich nach Meinung des Senats [der Leibniz-Gemeinschaft] in den letzten Jahren positiv entwickelt. Der im Jahre 2004 an das Institut berufene Präsident [Prof. Dr. Ulrich Blum] hat eine inhaltliche und strukturelle Reform eingeleitet, die bereits zu einem erkennbaren Fortschritt geführt hat, aber noch nicht abgeschlossen ist.

Durch die stärkere Forschungsorientierung hat sich das IWH zu einem attraktiven Ort für Nachwuchswissenschaftler entwickelt, wobei eine institutionalisierte strukturierte Doktorandenausbildung noch vermisst wird. Als problematisch wird in diesem Zusammenhang die unzureichende Kooperation mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gesehen, die nach Meinung des Senats allerdings nicht in erster Linie dem IWH anzulasten ist.

Bei den Forschungsleistungen des Instituts sieht der Senat in den letzten Jahren einen Aufwärtstrend, der sich auch an einem moderaten Anstieg der Publikationszahlen und der Summe der in Wettbewerbsverfahren eingeworbenen Drittmittel zeigt. In beiden Bereichen besteht aber noch deutlicher Verbesserungsbedarf.

Kritisch wird das Forschungsprogramm gesehen, das unter dem neuen Leitthema „Institutioneller Wandel und globale Integration“ steht. Damit ist das IWH der Empfehlung der letzten Evaluierung, das Forschungsprogramm noch klarer auf die Untersuchung von Transformationsprozessen zu konzentrieren, nicht gefolgt. Der Senat sieht die Gefahr, dass dadurch das zentrale Alleinstellungsmerkmal des Instituts verloren gehen könnte; die traditionellen Kernkompetenzen des Instituts in der Transformations- und Posttransformationsforschung sollten weiterhin sichtbar bleiben.

Als chancenreich für eine zukünftige Profilierung werden die Forschungsfelder Struktur- und Stadtökonomik beurteilt. Der Senat wird im Jahre 2010 durch eine erneute Evaluierung überprüfen, ob sich die positive Leistungsentwicklung fortgesetzt hat und ob es dem Institut gelungen ist, sich im wissenschaftlichen Umfeld erfolgreich zu positionieren.

December 1st, 2007

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