WZB vergibt neuen Sozialwissenschaften-Preis
Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung verleiht künftig alle zwei Jahre einen mit 100.000 Euro dotierten Sozialwissenschafts-Preis. Der Preis wird von dem chinesischen Unternehmerpaar Angela und Shu Kai Chan gestiftet. Die Chans statten eine in Gründung befindliche Stiftung mit rund 6 Millionen Euro Grundkapital aus. Der A.SK Social Science Award würdigt Forschung, die einen Beitrag zu gesellschaftlichen und politischen Reformen leistet.
| Die Stifter: Shu Kai und Angela Chan (Foto: Petra-Monika Jander-Abelshauser) |
Erster Preisträger ist der britische Ökonom Anthony Atkinson, der für seine Arbeiten über soziale Ungleichheit ausgezeichnet wird. Außerdem wird ein Stipendienprogramm für Nachwuchswissenschaftler eingerichtet. Preis und Stipendien werden am 4. Dezember in Berlin verliehen.
Das mit jährlich 50.000 Euro ausgestattete Post-Doc-Stipendienprogramm soll jungen Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftlern ermöglichen, ihre Doktorarbeit beispielsweise für eine Buchausgabe oder eine Übersetzung ins Englische zu bearbeiten. Die Namen der Stipendiaten werden am 4. Dezember bekannt gegeben.
Über die Auswahl der Preisträger und Stipendiaten entscheidet ein international besetztes Komitee.
Der Preisträger 2007
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| Anthony Atkins (Foto: Privat) |
Anthony Atkinson gehört zu den wenigen Ökonomen, die nach der Verteilung von Einkommen und Vermögen innerhalb einer Gesellschaft fragen. Durch das von ihm entwickelte Atkinson-Maß sozialer Ungleichheit lassen sich vor allem Veränderungen im unteren Einkommensbereich messen. Atkinson gilt als Verfechter des Wohlfahrtsstaats in Westeuropa und auch in den Transformationsländern des Ostens. Er engagierte sich immer wieder für Mindestsicherungen, ob bei der öffentlichen Rentenversicherung oder beim Mindestlohn.
Anthony Atkinson lehrt Finanzwissenschaft am Nuffield College in Oxford.
November 25th, 2007

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