Spiegel Online: Friedrich-Ebert-Stiftung tappt in Propagandafalle der birmanischen Junta

Am Samstag lobt das birmanische Staatsfernsehen in einer zwölfminütigen Sendung die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in den höchsten Tönen: die Stiftung sei ein Freund der Militärjunta, so die Propaganda des diktatorischen Regimes. Wie ist das passiert?

Spiegel Online berichtet in einem interessanten Artikel, wie die FES, die eigentlich die Regimekritiker in Burma gestärkt hatte, auf einmal als eine Stütze der Militärjunta erschien. Bereits mehrmals hatten sich Vertreter der Ebert-Stiftung mit den Machthabern in Burma getroffen, um einen Dialog zwischen den Militärs und der EU zu beginnen.

Die meisten Regimekritiker scheinen die Politik der FES zu unterstützen: “Was dieses System in die Knie zwingt, ist die Öffnung, nicht die Isolation”, sagt einer der Opposition. Die FES scheint jedoch wenig Fingerspitzengefühl bezüglich der Kommunikation ihrer Strategie zu haben:

Darüber, was seine Delegation mit den Generälen besprochen hat, möchte Hauswedell nur ein Hintergrundgespräch führen. Er wird von einer jungen deutschen Politikwissenschaftlerin begleitet, die das Demokratieverständnis einer LPG-Vorsitzenden an den Tag legt: “Wir müssen uns erst mal einigen, was Sie fragen dürfen.” Damit ist das Gespräch für SPIEGEL ONLINE beendet.

Schade, es wäre sicherlich ein spannendes Gespräch geworden.

October 10th, 2007

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