Streit um Schließung des Orient-Instituts
by Daniel Florian on 25/08/07 at 12:09 pm
Wie die Süddeutsche Zeitung heute berichtet, ist um die Schließung des Orient-Instituts ein interner Streit zwischen dessen ehemaligen Leiter Udo Steinbach und Helene Rang, Vorstandsgeschäftsführerin des Nah- und Mittelostvereins, der das Orient-Institut 1960 gegründet hatte, entbrannt.
Hintergrund des Streits ist die negative Evaluation des zum Übersee-Instituts gehörenden Orient-Instituts und die darauf folgende Auflösung des Orient-Instituts im neugegründeten GIGA. Für Steinbach war die Sache damit geklärt: er wechselte ins GIGA, zumal die Förderung der Leibniz-Gemeinschaft bereits an das GIGA überwiesen wurde.
Rang hingegen wehrte sich gegen die Übernahme des Orient-Instituts in das GIGA: “Wir sind der Eigentümer des Instituts, und wir sollten kalt enteignet werden”. Sie verkündete daraufhin den Umzug des Orient-Instituts nach Berlin und brachte die 37.000 Bände umfassende Bibliothek in die Hauptstadt. Zwanzig “brillante” Mitarbeiter arbeiteten für das Institut, schreibt die Süddeutsche, gibt allerdings auch zu, die genaue Zahl nicht zu kennen.
Steinbach hat das GIGA inzwischen verlassen, und Rang beteuert, das Orient-Institut ‘lege jetzt erst richtig los’. Auf der Webseite des Nah- und Mittelostvereins, dessen Ehrenvorsitzender Alt-Bundeskanzler Schröder ist, sind jedoch noch keine Informationen über das neue Orient-Institut zu finden.
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