DGAP: Neues Konzept für das “Jahrbuch Internationale Politik”

Nachrichten — By on 18. July 2007 14:46 pm

Das von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) herausgegebene und vom Auswärtigen Amt finanzierte “Jahrbuch Internationale Politik” wird derzeit grundlegend neu überarbeitet und neu konzeptioniert.

Bislang berichtete das seit 1955 zweijährlich erscheindende Jahrbuch rückblickend über die weltpolitischen Ereignisse im jeweiligen Berichtszeitraum. Das neu erscheindende Jahrbuch 2005/2006 wird hingegen nicht mehr historisch-dokumentierend aufgebaut sein, sondern eine systematisch-themenfokussierte Analyse der innen- und außenpolitischen Herausforderungen bieten. Dadurch sollen mehr als bislang Entscheidungsträger aus der aktiven Politik und Wirtschaft, Meinungsführer in den Medien und nicht zuletzt auch die praxisorientierte Wissenschaft angesprochen werden.

Erstmals werden auch aktive Politiker Beiträge zu dem Band schreiben, der sich dem Thema “(Um)Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik” widmet. Zu den Autoren gehören etwa Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier, Dr. Christoph Heusgen (der außen- und sicherheitspolitische Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel) sowie weitere Politiker und Beamte aus Parlament und Ministerien. Das Buch verdeutlicht somit, dass Außenpolitik im Diskurs zwischen Parlament, Regierung und Gesellschaft entsteht und nicht in einer von demokratischen Entscheidungsprozessen losgelösten “black box”. Die Ergänzung der “wissenschaftlichen” durch die “politische” Perspektive ist deswegen ein interessanter Ansatz, der im Idealfall viel über die Entstehung der deutschen Außenpolitik aussagen wird.

Ebenfalls neu sind die den Band abschließenden Handlungsempfehlungen, die die einzelnen Beiträge des Bandes resümieren und in die politische Debatte einbinden.

Das “Jahrbuch Internationale Politik 2005/2006 wird von Dr. Josef Braml (geschäftsführend), Prof. Dr. Helmut Hubel, Prof. Dr. Karl Kaiser, Prof. Dr. Hanns W. Maull, Prof. Dr. Eberhard Sandschneider und Prof. Dr. Klaus-Werner Schatz herausgegeben werden.

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