Ein Bild sagt mehr als tausend Worte …

Medien — By on 17. June 2007 15:44 pm

Zeitungen, Nachrichtensendungen und Lobby-Organisationen wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft haben längst den Wert von Visualisierungen für sich entdeckt und veröffentlichen regelmäßig Info-Grafiken, Karten und so weiter. Der Vorteil: Visualisierte Informationen können schnell erfasst und leichter gemerkt werden.

Poster: Zur Lage der Weltbevölkerung
Alles auf einen Blick: Poster des Berlin Instituts zur Lage der Weltbevölkerung (Bild: Berlin Institut).

Auch Think Tanks nutzen inzwischen Info-Grafiken. Das in Kommunikationsfragen auch sonst einfallsreiche Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung etwa hat anlässlich des G8-Gipfels ein Poster mit sechs Karten “zur Lage der Weltbevölkerung” veröffentlicht, das sich übrigens auch praktisch und Bundestags- und Ministeriums-Büros hängen lässt.

Ein grafisch schön dargestellter “Rettungsplan” (PDF) für das Weltklima, erstellt durch den Klimaforscher Ottmar Edenhofer (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) wurde bereits im Februar in der Vanity Fair (08/2007) veröffentlicht.

Beide Beispiele zeigen, dass die Visualisierung von Informationen ein echter Gewinn für die Kommunikationsabteilungen von Think Tanks sind. In Zukunft werden wir hoffentlich mehr von diesen Beispielen sehen.

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2 Comments

  1. Benedikt Lang says:

    Natürlich gefällt es mir, wenn Informationen in schnell konsumierbaren Häppchen präsentiert werden. Trotzdem: Gerade die sehr anschaulichen und öffentlichkeitswirksamen Grafiken des Berlin Instituts für Bevölkerung und Entwicklung werfen bei mir die Frage auf, wie groß der wissenschaftliche Gehalt dieser Hochglanzinformationen ist. Die Grenze zwischen wissenschaftlicher Vermittlung und PR verschwimmt in diesem Bereich.

  2. Ich denke, Visualisierung hat nichts mit Public Relations zu tun: Als Vorbild würde ich eher jene Info-Grafiken sehen, die man zum Beispiel auch im “Spiegel” oder auf Doppelseiten in Sonntagszeitungen findet.

    In der Tat wird, glaube ich, eher umgekehrt ein Schuh draus: Die visuelle Darstellung von wissenschaftlichen Inhalten ist viel schwieriger als das bloße Niederschreiben, weil die Informationen gesichtet, gewertet und sinnvoll angeordnet werden müssen. Dies ist eine Fähigkeit, die in den Sozialwissenschaften kaum trainiert wird.

    Anders sieht es in den Naturwissenschaften aus: hier ist Visualisierung viel weiter verbreitet und die Studenten sind besser geschult. Ich habe früher Präsentationskurse an der Uni gegeben, die sowohl von Geisteswissenschaftlern als auch von Naturwissenschaften besucht wurden — dabei wurde mein Eindruck bestätigt, dass die Naturwissenschaften den Geisteswissenschaften hier eine Nasenlänge voraus sind.

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