DIW macht privaten Forschungsinstituten Konkurrenz

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) soll grundlegend umgebaut werden und auch privaten Forschungsinstituten wie Prognos Konkurrenz machen. Dazu gründet das DIW zum 1. Juli 2007 das DIW Econ, wie das Handelsblatt berichtete.

Das DIW soll sich damit verstärkt auf Grundlagenforschung konzentrieren, während das DIW Econ Auftragsforschung für Unternehmen und Verbände anbieten und damit das DIW wirtschaftlich unterstützen soll. Wie der Tagesspiegel berichtet, soll das DIW Econ mittelfristig etwa 20 Mitarbeiter haben. DIW-Chef Klaus Zimmermann zufolge arbeitet das DIW Econ jedoch zunächst mit Zeitverträgen, freien Mitarbeitern und Netzwerken arbeiten.

Das DIW selber soll dagegen „tendenziell weiter schrumpfen“, sagte Zimmermann. Internen Schätzungen zufolge ist eine Größe von ca. 100 Mitarbeitern ausreichend — derzeit arbeiten am DIW etwa 190 Mitarbeiter. Beim Personal kommt der Stellenabbau nicht gut an. „Die Stimmung war noch nie so mies“, erzählte ein leitender Mitarbeiter dem Tagesspiegel. Das DIW war erst kürzlich in die Schlagzeilen geraten, weil Zimmermann seinem Steuerexperten Dieter Vesper einen Maulkorb erteilt hatte.

May 19th, 2007

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