Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut eröffnet Thüringer Zweigniederlassung
Die Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut gGmbH (HWWI) wird am 12. Februar 2007 in Erfurt eine Zweigstelle mit dem Namen “Zweigniederlassung Thüringen der HWWI gGmbH” eröffnen. Außerdem wird der Direktor des HWWI, Thomas Straubhaar, Vorstand eines Vereins mit dem Namen “Wilhelm-Röpke-Institut”, der in der Landeshauptstadt Thüringens gegründet werden soll. “Mit Erfurt als Zentrum des ‘deutschen Tiger(frei)staates’ Thüringen hat sich das HWWI nach längerer und intensiver Suche für den sowohl in wissenschaftlicher als auch wirtschaftlicher Hinsicht viel versprechenden Standort entschieden, um im Osten Deutschlands Fuß zu fassen”, so Straubhaar. “Die positive ökonomische Entwicklung im Freistaat Thüringen bietet dem HWWI ein exzellentes Umfeld, um seine anwendungsorientierten wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsaktivitäten zu erweitern”, so Straubhaar weiter.
Zu den Forschungsgebieten der Zweigniederlassung werden neben ordnungspolitischen Grundsatzfragen die Wirtschaftsentwicklung und Konjunktur in Thüringen und Ostdeutschland, die Transformation der neuen Bundesländer und in Mittelost- und Osteuropa sowie sozioökonomische und demographische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf den Sozialstaat gehören. Die Zweigniederlassung wird eng mit Lehr- und Forschungseinrichtungen in Thüringen kooperieren. Zusammen mit dem Wilhelm-Röpke-Institut soll das Erbe des in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts, zeitweise auch in Thüringen tätigen Wirtschaftswissenschaftlers Wilhelm Röpke auf dem Gebiet der Ordnungspolitik, welches derzeit in Köln lagert, erschlossen und aufgearbeitet werden. “Mit Wilhelm Röpke, dem Gründungsvater des modernen Liberalismus in Deutschland, bezieht sich das HWWI auf einen herausragenden Wissenschaftler und wirtschaftspolitischen Berater. Röpke hat schwergewichtig zu Fragen der Konjunkturschwankungen, der internationalen Wirtschaftsbeziehungen und der Ordnungspolitik geforscht und war damit genau in jenen Gebieten aktiv, die auch zu den Kernkompetenzen des HWWI gehören”, erläutert Straubhaar die Namensgebung.
Die Thüringer Zweigniederlassung wird vollständig von der HWWI gGmbH finanziert. Sie wird zunächst mit einer Sekretariatskraft und einem/r wissenschaftlichen Mitarbeiter/in besetzt, und soll in kurzer Zeit auf 3-4 Personen erweitert werden. Im Vorstand des Wilhelm-Röpke-Instituts werden neben Thomas Straubhaar (HWWI), Klaus Dicke (Universität Jena) und Matthias Wierlacher (Thüringer Aufbaubank) tätig sein.
Das HWWI, als privates Institut im April 2005 gegründet, versteht sich als moderner Think Tank, der auf Basis eigener wirtschaftswissenschaftlicher Forschung Wissenschaft, Wirtschaft, Politik sowie interessierte Öffentlichkeit unabhängig und kompetent informiert und berät. Gesellschafter des HWWI sind die Handelskammer Hamburg und die Universität Hamburg (Quelle: HWWI).
December 20th, 2006
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