Wuppertal Institut und Universität Kassel vereinbaren Kooperation
Dem Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen, zu dem neben dem Wuppertal Institut (WI) auch das Institut für Arbeit und Technik (IAT) und das Kulturwissenschaftliche Institut angehören, stehen harte Zeiten bevor. Im Januar meldete der WDR, dass Wissenschaftszentrum NRW plane die Einstellung der institutionelle Förderung bis 2010 (der Think Tank Alert berichtete) und löste damit eine hektische Suche nach Alternativ-Modellen aus.
Das IAT gab daraufhin eine erzwungene Aufteilung zum 31. Dezember diesen Jahres bekannt, nun zieht auch das WI nach: Es kündigte an, in Zukunft eng mit der Universität Kassel (UNIK) zusammenzuarbeiten. “Aus der heute unterzeichneten Kooperation erhoffe ich mir neue Impulse für die Forschung und für den Dialog in den beiden Regionen um Wuppertal und Kassel ebenso wie für die Zusammenarbeit der beiden Landesregierungen”, betonte der nordrhein-westfälische Umweltminister Eckhard Uhlenberg.
Es ist geplant, in einer gemeinsamen Forschungsinitiative “Innovationen zur Nachhaltigkeit” in einer hessischen und einer nordrhein-westfälischen Modellregion “Regionale Netzwerke zur Ressourceneffizienz” zu entwickeln. Im Sinne anwendungsorientierter Nachhaltigkeitsforschung sollen die Schwerpunkte hier zunächst in den Bereichen Biomasse / Landnutzung / dezentrale Energieversorgungssysteme liegen. Das Wuppertal Institut beabsichtigt, seine Netzwerke mit Praxispartnern in einer nordrhein-westfälischen Region zu nutzen, vorrangig in der Region Bergisches Land. Die Universität Kassel will mit ihren Praxispartnern in der Region Nordhessen kooperieren, mit denen es bereits eine sehr gute Zusammenarbeit gibt. Für die Forschungsinitiative sollen von nationalen und internationalen (z.B. Europäische Union) Forschungsförderungseinrichtungen Drittmittelforschungsprojekte für die Regionen eingeworben werden.
Weiterhin vereinbaren die Universität Kassel und das Wuppertal Institut eine enge Zusammenarbeit in den Themenfeldern Energieeffizienz und erneuerbare Energien, Klimapolitik und Klimafolgenforschung, Stoffströme und Ressourcenmanagement, Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren, Globalisierung und Nachhaltigkeit sowie Verkehrssysteme und Verkehrspolitik.
October 13th, 2006
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