Institut für Arbeit und Technik wird aufgeteilt
Das Institut Arbeit und Technik in Gelsenkirchen (IAT) wird zum 31. Dezember geteilt und in die Universität Duisburg-Essen sowie die Fachhochschule Gelsenkirchen überführt. Das hat das Landeskabinett Nordrhein-Westfalen beschlossen, um “den Standort langfristig zu sichern”.
Der eine Teil wird unter dem Namen Institut Arbeit und Technik (IAT) als zentrale wissenschaftliche Einrichtung an der Fachhochschule Gelsenkirchen in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum (RUB) fortgeführt. Prof. Dr. Franz Lehner wird als Professor der RUB die Leitung übernehmen. Forschungsschwerpunkte werden die Bereiche “Gesundheit und Lebensqualität”, “Innovation, Raum und Kultur” sowie “Wissen und Kompetenz” sein, Querschnittsaktivitäten gibt es zu den Themen “Innovation und Mittelstand”, “Entwicklungsperspektiven des Ruhrgebiets” und “Arbeit in der wissensbasierten Volkswirtschaft”.
Die Arbeits- und Bildungsforschung des IAT unter Leitung von Prof. Dr. Gerhard Bosch wird eine eigenständige wissenschaftliche Einrichtung im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen, Campus Duisburg. Das Institut setzt die Arbeiten der Forschungsschwerpunkte “Arbeitszeit und Arbeitsorganisation”, “Flexibilität und Sicherheit”, “Bildung und Erziehung im Strukturwandel” und “Entwicklungstrends des Erwerbssystems” fort. Bis auf weiteres bleiben beide Institute im Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Umzugsmöglichkeiten in den nächsten Jahren werden geprüft. Die laufenden und neu hinzu kommenden Projekte werden planmäßig verwirklicht, bestehende Kooperationen und Partnerschaften von beiden Einrichtungen fortgesetzt. Beide Teile erwarten durch die Einbindung in den Forschungsverbund an der jeweiligen Hochschule positive Effekte für die Weiterentwicklung der eigenen Stärken und Kompetenzen.
Der Landeszuschuss wird auf die beiden Hochschulen aufgeteilt, Einsparungen soll es nicht geben. Professor Dr. Franz Lehner, Präsident des IAT, übte Kritik an der Entscheidung: “Ich bedaure sehr, dass es nicht gelungen ist, das Institut Arbeit und Technik insgesamt zu erhalten und in den Hochschulbereich zu überführen. Die jetzt getroffene Lösung bietet jedoch beiden Teilen eine positive Entwicklungsperspektive. Wir hoffen, dass jeder der beiden Teile nun auf der Basis seiner spezifischen Stärken ein eigenes Profil entwickeln kann.
Quelle: Forum Sozialstation; Presseservice NRW; IAT
October 10th, 2006
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