Think Tank Directory Deutschland

Das TTDdeutschland ist ein Branchenbuch für Think Tanks. Es beinhalte Informationen über Größe, Finanzierung, Themenspektrum und Produktpalette der einzelnen Denkfabriken. Journalisten, Studierende und Wissenschaftler finden auf einen Blick alle wichtigen Daten über alle Think Tanks in Deutschland.

UPDATE 2008 Haus Rissen
UPDATE 2008 Deutsches Institut fü Wirtschaftsforschung
NEU Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung

Think Tank Alert – Aktuelle Meldungen

Aktuelle Meldungen finden Sie im Think Tank Alert-Blog.

10. September 2006
Global Public Policy Institute (GPPi) expands consulting branch
This fall GPPi has taken steps to expand its consulting work. It has always been GPPi's ambition to offer high-quality consulting services to help close the gap between research and practice. During the past years, GPPi has successfully implemented various consulting assignments. Due to increased demand the Global Public Policy Institute has decided to expand our consulting work and has launched GPPi Consulting (GPPiC), the expanded GPPi consulting practice.

GPPiC combines the institute's expertise on public policy and governance with top management consulting skills to offer professional and top-quality evaluation and strategy consulting services. GPPiC has particular experience and expertise in business planning, management and institutional development of public-private partnerships, multi-stakeholder processes and CSR initiatives. GPPiC works primarily with clients from the public and non-profit sector. In addition, keeping with the non-profit nature of GPPi, all profits from the consulting branch will be reinvested into the research activities of GPPi.

Past and present project partners include the UN Global Compact Office, the UN Development Group, the International Labour Organisation, the German Ministry for Economic Cooperation and Development and the UN Environment Programme.

GPPiC is led by two managing directors with complementary backgrounds: Jan Martin Witte, Associate Director of the Global Public Policy Institute and Markus Palenberg, a former project manager with McKinsey&Company, Inc.
Quelle: Global Public Policy Institute

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7. September 2006
Thomas Kleine-Brockhoff: "Eine Ideologie packt ein"
Manchmal haben politische Theorien eine Adresse – zumindest der Neokonservatismus. In der 1150, 17th Street NW, Washington D.C. haben eine Handvoll Rechtsintellektuelle im "Project for the American Century" beständig Argumente für die Politik des Weißen Hauses geliefert. Jetzt schließt die ehemals einflussreiche Denkfabrik &ndash aus Geldmangel, wie es heißt.

Hinter der Krise des Neokonservatismus steht jedoch auch das Versagen der Bush-Regierung und seiner Ideologen im Irak, denn der Neokonservatismus fusste vor allen Dingen auf der außenpolitischen Annahme, dass der islamische Fundamentalismus durch das Demokratiedefizit der arabischen Staaten entstanden ist und nicht durch Armut, wie die Demokraten behaupten.

Nun verlassen die Neokonservativen ihre prominentesten Denker, angefangen mit Francis Fukuyama und Andrew Sullivan. Ganz tot ist der Neokonservatismus jedoch noch nicht: Einige Intellektuelle um Norman Podhoretz sehen den Feldzug im Irak trotz oder gerade wegen der Aufständigen als Erfolg und Bush als geradlinigen Neocon. Eine Ende der "Cowboy-Diplomatie" ist aus dieser Perspektive nicht in Sicht.

Der Artikel, erschienen in der Zeit, kann im Download-Bereich heruntergeladen werden.
Quelle: Die Zeit Online

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27. August 2006
Jan Ross: "Welterklärer, verzweifelt gesucht"
In der aktuellen Ausgabe der Zeit fragt sich Jan Ross, wer eigentlich die deutsche Außenpolitik entwirft. Denn obwohl in der Bevölkerung die Zustimmung zu einer aktiven Außenpolitik dramatisch abgenommen hat, erlebt die Bundesrepublik derzeit eine "Außenpolitisierung" der Agenda. Das spiegele sich auch in der politischen Szene wieder:

"In Berlin hat sich eine rege, fast partyhafte außenpolitische Event-Kultur entwickelt, eine nie abreißende Serie von Arbeitsfrühstücken, Lunch-Diskussionen, Dinner-Speeches und sonstigen Diskussionsveranstaltungen mit durchreisenden oder stipendienweise anwesenden ausländischen Politikern, Beamten, Publizisten und Professoren."

Die außenpolitische Perspektive wird dabei durch die Bedrohungslage vorgegeben. So sei es während des Kalten Krieges undenkbar gewesen, dass ein Nahost-Experte eine renommierte Denkfabrik wie die Stiftung Wissenschaft und Politik leitet. Heute spürt jedoch zum Beispiel der Planungsstab des Auswärtigen Amtes den außenpolitischen Großthemen der Zukunft nach. Angesicht der "Problem-Globalisierung" einer interdependenten Welt, so Ross, sei die Community dennoch "klein, furchtbar klein". Nur den wenigsten Abgeordneten sei der Islam oder der Aufstieg Asiens in und die damit zusammenhängenden Auswirkungen geläufig.

Eine eigene Klasse bilden die Vereinigten Staaten, die eine "echte außenpolitische Elite" zur Steuerung der Supermacht ausgebildet haben:

"Die Denkfabriken sind nicht nur zahlreich, sie sind auch privat, meinungsfreudig, zum Teil hoch ideologisiert. Die kesse These wird geschätzt; Washington steckt voller 30-jähriger, die einem die Welt erklären und genau wissen, wie sie regiert werden soll. (Dass es dann öfters nicht stimmt und nicht klappt, steht auf einem anderen Blatt.) Ein Staatsinstitut wie die Stiftung Wissenschaft und Politik dagegen muss für alle politische Lager, für Regierung und Opposition akzeptables, konsensfähiges Material produzieren. (...) Dafür ist allerdings auch klar, dass die Expertise nicht von einer Interessengruppe oder Gesinnungsgemeinschaft gekauft werden kann."

Eine "gewisse Bravheit" sei dementsprechend auch der Hauptmangel der deutschen außenpolitischen Debatte. Offen bleibt allerdings auch bei Ross die Frage, ob eine weniger brave Politikberatungs-Szene das qualitative Niveau der deutschen Institute halten kann. Nicht umsonst gilt etwa die SWP als "Mercedes-Benz" unter den außen- und sicherheitspolitischen Think Tanks.
Quelle: Die Zeit, Daniel Florian

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23. August 2006
Update: Terrorexperten im Fernsehen
Aus Hamburg erreichte mich die Nachricht, dass das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik neben Patricia Schneider (insbesondere (Völker-)Recht und internationaler Terrorismus)noch eine Reihe anderer Experten zu Terrorismus fragen hat, die hier der Vollständigkeit halber ebenfalls genannt seien:

Außerdem bin ich heute über eine interessante Studie gestolpert, die noch einmal bestätigt, dass redaktionelle Bezugsgruppen den größten Einfluss auf Journalisten haben, gefolgt vom "Publikum", und schließlich Öffentlichkeitsarbeitern, zu denen auch die PR-Beauftragten von Think Tanks gehören, denen ich diese Studie übrigens wärmstens ans Herz lege.

Eine Zusammenfassung der Studie findet sich in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Media Perspektiven.
Quelle: Daniel Florian, Grafik: Media Perspektiven

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20. August 2006
Wer weiß was? Terrorexperten im Fernsehen
Im Leben-Teil der aktuellen Ausgabe der Zeit schreibt Mit-Herausgeber Josef Joffe über die "Stunde der Terrorexperten", die nach den vereitelten Anschlägen in London wieder einmal geschlagen hat. Die meisten, so Joffe, hätten jedoch nicht zu sagen: "Terrorexperten sind (...) wie Journalisten. Denn unsereins muss häufig sehr schnell trotz zäh fließender Informationen über große Ereignisse urteilen".

Das ist nur fast richtig, denn Terrorismusexperten sind häufig nicht nur wie Journalisten, sondern es sind Journalisten: Roger Boyes (The Times), Elmar Thevesen (ZDF), Peter Scholl-Latour – Journalisten fragen am liebsten ihresgleichen nach Ihrer Meinung. Echte Analyse kommt oft zu kurz (vielleicht, weil sie in den berühmten 1:30 nur schwer zu leisten ist). Dabei gibt gibt es doch keinen Mangel an "echten" Experten, die sich mit Terrorismus beschäftigen! Hier also eine kurze Liste, zum Mitschreiben für die nächste Talk-Show:

Und das mit den 1:30 ist doch Übungssache – oder?
Quelle: Daniel Florian
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19. August 2006
Download: "Europe and its think tanks: a promise to be fulfilled" von Stephen Boucher
This survey of think tanks specialised in European issues in the enlarged European Union, draws a picture of a part of the field of community affairs that remains little known and that is looking for a new model for its operations.

Using nine criteria derived from previous literature, 149 think tanks have been identified and analysed. 36 are 'Euro-specific' organisations that specialise in European policy issues. For the remaining 113, Europe is a significant research area among other issues.

They employ nearly 3,000 researchers working more or less closely on policies related to Europe. Communities of researchers working within 'Euro-think tanks' are particularly large in Germany, Austria, Poland, and the U.K. They are relatively underdeveloped in France and Italy. Only 5 per cent work with E.U. actors from Brussels, the rest are based in the Member States.

Overall, think tank 'supply' is relatively limited, as the sector is somewhat fragmented and focuses on issues – such as institutional matters – where there is significant overlap. Certain policy areas – such as the environment – are relatively neglected. Euro-think tanks' audience is limited, as well as the range of methods they use. Organisations that use a mode of operation founded in Anglo-American practice seem to predominate.

Qualitative interviews confirm that Euro-think tanks, although welcomed by policymakers and observers of the sector, have not yet found their place fully in European policy-making: the value they add is not perceived clearly, they are seen as moderately useful, and even sometimes elitist. Overall, they are believed to have a limited impact on policies and public opinion.

The study can be downloaded in the Download section.
Quelle: Notre Europe

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18. August 2006
Neuer Medienservice II: Bertelsmann Stiftung bietet Podcasts zu aktuellen Themen an
Auf breiter Front entdecken die deutschen Think Tanks nun das Internet als Kommunikationsinstrument. Nachdem kürzlich bereits das ifo-Institut Online-Videos eingeführt hat, bietet die Bertelsmann Stiftung nun Podcasts (Audio-Dateien) zu aktuellen Themen an. Der erste Podcast befasst sich mit dem Thema des Carl Bertelsmann-Preises 2006: "Älter werden – aktiv blieben. Beschäftigung in Wirtschaft und Gesellschaft".
Quelle: Bertelsmann Stiftung, Daniel Florian

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16. August 2006
Neuer Medienservice: ifo-Interviews in Bild und Ton
Seit kurzem bietet das ifo-Institut einen neuen Medienservice an, der sich insbesondere an Online-Medien richtet: Im sogenannten "ifo-Interview" nimmt ein Mitarbeiter des Instituts Stellung zu einem aktuellen Thema. Das Interview steht dabei als Video- und Audio-Datei zur Verfügung und kann über einen Link in die eigene Webseite eingebunden werden. Aber auch Hörfunkanstalten können die jeweiligen O-Töne problemlos in ihre Sendung einbauen. Praktischerweise können die Antworten dabei auch einzeln heruntergeladen werden.
Quelle: Daniel Florian

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13. August 2006
Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) gründet das Institut für demografische Zukunftsfähigkeit (idz)
Das Institut für demografische Zukunftsfähigkeit (idz) widmet sich vor allem der Erforschung demografischer Problemfelder. Dabei konzentriert es sich auf drei große Bereiche: Alterung und Schrumpfung der Bevölkerung, Entwicklung der Geburtenrate sowie Binnenmigration und Einwanderungspolitik. In Form von wissenschaftlichen Papieren, Zeitschriften und Seminaren sollen die gesammelten Erkenntnisse der breiten Bevölkerung zugänglich gemacht werden.

Dr. Jörg Tremmel, der wissenschaftliche Leiter des idz, erklärt zum Zweck des Instituts: "Die demografische Forschung ist in Deutschland chronisch unterrepräsentiert, es gibt insgesamt kaum Lehrstühle an deutschen Universitäten. Auch die außeruniversitäre Forschung ist schwächer als in anderen Ländern vertreten. Es besteht also Bedarf nach einem unabhängigen Forschungsinstitut."

Auch bei der Besetzung des Instituts setzt die SRzG auf die nächste Generation: Geschäftsführer ist Urs Wahl, 27, der zuvor Politikwissenschaften an der Universität Bremen studiert hat. Im Internet ist das idz unter der Adresse http://www.demografie.net/ zu finden (und natürlich bald auch im Think Tank Directory).
Quelle: SRzG, Daniel Florian

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12. August 2006
Rudolf Speth: Think Tanks können "viel bewirken"
Auch mit einem verhältnismäßig geringem Budget können gerade kleine Think Tanks viel bewirken. Das sagt der Politikwissenschafter Rudolf Speth bei der Präsentation seiner Studie "Die zweite Welle der Wirtschaftskampagnen" (der Think Tank Alert berichtete). Darin untersucht Speth, wie sich das Politikverständnis durch Kampagnen wie "Du bist Deutschland" oder advokatische Think Tanks wie die Stiftung Marktwirtschaft verändert. Politik, so Speth, werde zunehmend als Kampagne verstanden und wie eine Marke verkauft. Dadurch würde Politik gleichsam entpolitisiert werden. Dabei zäumt Speth das Pferd jedoch manchmal von hinten auf, etwa wenn er behauptet, dass sich junge Leute das Politikverständnis der Agenturen zu Eigen machten und Politik als permanente Kampagne verstünden. Das Gegenteil ist meiner Einschätzung nach zumindest genauso richtig: Kommunikationsagenturen haben es als erste verstanden, das Kommunikationsbedürfnis der Politik effizient zu befriedigen. Das letzte Wort in dieser Diskussion ist also noch nicht gesprochen.

Über die Veranstanstaltung haben außerdem die Süddeutsche Zeitung, das Manager Magazin, die Frankfurter Rundschau, die tageszeitung, der Deutschlandfunk und der Tagesspiegel berichtet.
Quelle: Daniel Florian

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6. Juli 2006
Giegerich neuer Direktor für Sicherheit und Verteidigung beim DIAS
Bastian GiegerichDr. Bastian Giegerich hat zum 1. August 2006 die Nachfolge von Dr. Heiko Borchert als Direktor für Sicherheit und Verteidigung am Düsseldorfer Institut für Außen- und Sicherheitspolitik (DIAS) angetreten. Giegerich ist Sicherheitspolitikexperte am renommierten Londoner International Institute for Strategic Studies (IISS), dem Spitzenreiter unter den Denkfabriken zu politisch-militärischen Konflikten. Durch die Berufung Giegerichs in die Funktion des Direktors für Sicherheit und Verteidigung kann das DIAS seine erfolgreiche Arbeit auf dem Forschungsgebiet nahtlos fortsetzen. Ferner ist ein erster Schritt in Richtung eines Ausbaus der personellen sowie institutionellen Vernetzung des DIAS nach London getan.

Nach seinem Studium an der Universität Potsdam wurde Giegerich an der London School of Economics (LSE) mit der Arbeit "National Responses to the Europeanisation of Defense Policy" zum PhD promoviert und absolvierte Forschungs- und Lehraufenthalte an der University of Maryland, der National Defense University in Washington DC und am Aspen Institute in Berlin. Derzeitige Forschungen Giegerichs zur europäischen Sicherheitspolitik werden von der Compagnia di San Paolo, dem Riksbankens Jubileumsfond und der Volkswagen Stiftung finanziert. Giegerich ist Autor zahlreicher Publikationen zur ESVP sowie zu transatlantischen Themen und wird alsbald mit einer Arbeit zur ESVP den ersten Band der Schriftenreihe des DIAS – "Düsseldorfer Schriften zu Internationaler Politik und Völkerrecht" – stellen.
Quelle: DIAS

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2. August 2006
Neuer Institutsleiter für das Deutsche Institut für Urbanistik gewählt
Klaus J. BeckmannDer derzeitige Leiter des Instituts für Stadtbauwesen und Stadtverkehr sowie Inhaber des gleichnamigen Lehrstuhls der RWTH Aachen, Prof. Dr.-Ing. Klaus J. Beckmann, übernimmt am 1. Oktober 2006 die Leitung des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu), Berlin. Er tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Heinrich Mäding an, der das größte Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum seit April 1992 leitet und am 30. September 2006 aus Altersgründen ausscheidet.

Die Mitgliederversammlung des Vereins für Kommunalwissenschaften e.V. (Träger des Difu) wählte in ihrer Sitzung am 27. Juli 2006 einstimmig Prof. Dr.-Ing. Klaus J. Beckmann zum neuen Leiter des Difu. Sie folgte damit den Voten einer Findungskommission sowie des Präsidiums des Deutschen Städtetages.

Beckmann wurde 1948 in Plauen im Vogtland geboren und wuchs nach der Flucht in Ostwestfalen-Lippe auf. Er studierte Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Braunschweig und promovierte dort 1983 zum Dr.-Ing. Nach einer Referendarzeit für den Höheren Bautechnischen Verwaltungsdienst erhielt er 1985 einen Ruf an die Universität Karlsruhe für das Lehr- und Forschungsgebiet Kommunale Infrastrukturplanung. 1990 wurde er zum Technischen Beigeordneten ("Stadtbaurat") der Stadt Braunschweig gewählt. Seit 1996 leitet er das Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr. Dem Deutschen Institut für Urbanistik ist Prof. Dr. Klaus J. Beckmann seit 2000 als Mitglied des Institutsausschusses verbunden. Er ist seit 1998 Mitglied und seit 2000 Vorsitzender des Beirates für Raumordnung des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie seit 1997 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für Verkehr des gleichen Ministeriums.
Quelle: Difu

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27. Juli 2006
SPD-Expertenbefragung "100 kluge Köpfe"
Die Führung der SPD-Bundespartei spricht 100 Persönlichkeiten aus der ganzen Gesellschaft an, sich an der Debatte um den neuen Programmentwurf der Partei zu beteiligen. Unter den Experten sind auch Wissenschaftler verschiedener Denkfabriken, etwa Rolf Kreibich vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT). Er skizziert, welche Herausforderungen, neuen Entwicklungen und Veränderungen in den nächsten 20 Jahren zu erwarten und programmatisch zu berücksichtigen sind.
Quelle: IZT

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23. Juli 2006
Claudia Kemfert (DIW) in der "Elf der Wissenschaft"
Claudia KemfertProf. Dr. Claudia Kemfert (37), Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), gehört zu der "Elf der Wissenschaft", einem Dreamteam der Wissenschaften, das von der Zeitschrift "Bild der Wissenschaft" und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft kurz nach nach dem Start der Fußballweltmeisterschaft erstmals präsentiert wurde. Gemeinsam mit allen großen Forschungsorganisationen Deutschlands haben die Initiatoren drei Frauen und acht Männer ausgesucht, die sich auf ihrem Forschungsgebiet bereits in jungen Jahren einen Namen gemacht haben. Max-Planck-Gesellschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Leibniz-Gemeinschaft, Deutsche Forschungsgemeinschaft und Helmholtz-Gemeinschaft nominierten insgesamt 30 Kandidaten, die unter 40 Jahre alt sind, in ihrer Disziplin bereits für Aufsehen gesorgt haben und an einer deutschen Wissenschaftseinrichtung arbeiten. Eine dreiköpfige unabhängige Jury wählte die Wissenschaftler aus.

Die übrigen 10 Wissenschaftler sind:

Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Informationsdienst Wissenschaft
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22. Juli 2006
Präsentation und Download: "Advokatorische Think Tanks und die Politisierung des Marktplatzes der Ideen"
Kampagnen und Studien von Denkfabriken werden immer prominenter. Von "Du bist Deutschland" bis zur "Stiftung Marktwirtschaft" reichen die Aktivitäten. Eine neue Studie von DIPA-Dozent PD Dr. Rudolf Speth wird am 8. August 2006 zusammen mit der Hans-Böckler-Stiftung vorgestellt. Speth untersucht die aktuelle "zweite Welle" von Wirtschaftskampagnen mit politischen Inhalten, unter anderem die veränderte Strategie der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" in Zeiten der Großen Koalition.

Die Präsentation findet statt am Dienstag, 8. August 2006, 11.00 Uhr im Haus der Bundespressekonferenz, Raum 3, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin. Die Veranstalter bitten um Anmeldung bei jeanette-koenig@boeckler.de. Vor kurzem ist von Rudolf Speth dazu bereits eine weitere Publikation erschienen: "Advokatorische Think Tanks und die Politisierung des Marktplatzes der Ideen", die im Download-Bereich heruntergeladen werden kann.
Quelle: Deutsches Institut für Public Affairs

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21. Juli 2006
Rolf Ackermann, Peter Gräf: "Weltfremde Zwänge"
In einigen Wochen präsentieren die sechs Wirtschaftsforschunginstitute ihr Herbstgutachten. Viel Gehör werden sie vermutlich nicht finden. Das liegt auch daran, dass die Evaluation der Institute durch die Wilhelm-Leibniz-Gemeinschaft vor allen Dingen akademischen Erfolg mißt und dabei einer praxisorientierten Modernisierung der Institute im Wege steht, schreiben die Autoren in der Wirtschaftswoche.

Der vollständige Artikel kann im Download-Bereich heruntergeladen werden. Vielen Dank an die Wirtschaftswoche für die Übernahmegenehmigung.
Quelle:

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16. Juni 2006
John Harris: "Blue sky thinking – or just plain barmy?"
The thinktank Demos, which was influential in forming New Labour's political philosophy, has often been derided for its more outlandish ideas. So how can it make people take it seriously? JOHN HARRIS reports

Der gesamte Artikel kann im Download-Bereich heruntergeladen werden.
Quelle: The Guardian (UK)

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10. Juni 2006
James McGann: "Scholars, Dollars and Policy Advice"
In recent years, a number of environmental changes have presented the think tank community with new challenges and opportunities that influence the ability of these organizations to effectively operate. To identify these trends and to provide guidance on how the credibility and sustainability of the think tank community can be ensured, 34 of the leading U.S. think tanks were invited to participate in a survey addressing these issues.

These respondents identified a multitude of changes in the think tank community occurring in six major areas. These include: 1) changes in funding; 2) the proliferation of NGO's generally, and think tanks specifically 3) the emergence of a 24/7 media; 4) technological advances, and more specifically the dominance of the Internet; 5) increases in partisan politics; and 6) the continuing impact of globalization. Think tank survey respondents identified both positive and negative consequences that have emerged from all six of these catalysts which have provided institutions with new challenges to their effectiveness, as well as novel opportunities on which to capitalize in order to improve their operations. (...) The report examines how the cumulative effect of restrictive funding policies by donors, the short term and narrow orientation of Congress and the White House, and the superficial and sensational orientation of the cable news networks and the print media have served to erode the quality of policy research and limit the range of policy options available to the American public.

Der Report kann im Download-Bereich heruntergeladen werden. Ich bedanke mich bei James McGann für die Erlaubnis.
Quelle: Foreign Policy Research Institute

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9. Juni 2006
IW Köln im WM-Fieber
Auch vor Think Tanks macht das WM-Fieber keinen Halt: So publiziert das IW Köln pünktlich zur Weltmeisterschaft eine eigene Sonderseite zur "schönsten Nebensache der Welt" und seinen "ökonomischen Aspekten".

Darauf verrät das von den Arbeitgebern finanzierte Institut auch schon einmal, wer Weltmeister wird: Weil finanzieller Einsatz und sportlicher Erfolg im Fussball eng zusammenhängen, haben die Wissenschaftler des Instituts aus dem Marktwert der Nationalteams den Weltmeister ermittelt. Demnach wird Brasilien Sieger des Turniers, während die deutschen Kicker nach einer Niederlage gegen das Nachbarland Niederlande im Viertelfinale ausscheiden.

Auch wenn es letztendlich anders kommen sollte – was ich doch stark hoffe, schließlich habe ich mir heute erst eine Weltmeister-BahnCard geholt – generierte die Idee zumindest kräftig Aufmerksamkeit. Unter anderem berichtete Spiegel Online über die oben erwähnte Studie. Quelle: IW Köln

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5. Juni 2006
Tagung "Politikberatung als Instrument gegen kurzfristiges Denken in der Politik"
Die DVPW und die Bertelsmann Stiftung veranstalten am 9. Juni 2006 eine gemeinsame Tagung in Gütersloh. Thema der Veranstaltung ist die Politikberatung als Instrument gegen kurzfristiges Denken in der Politik. Als Beispiele werden u.a. der demografische Wandel und Klimawandel angeführt.*
* Sie nehmen an der Veranstaltung teil? Der Think Tank Alert freut sich über einen kurzen Bericht! Schicken Sie mir einfach eine E-Mail.
Quelle: Politikagenda

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24. Mai 2006
Wissenschaftsrat stellt gute Noten für SWP aus
Der Wissenschaftsrat hat sieben Forschungsinstitute, darunter auch die Stiftung Wissenschaft und Politik evaluiert. Forschung und Dienstleistungen der SWP wurden vom Wissenschaftsrat als sehr gut bewertet. Das dem Bundeskanzleramt zugeordnete Institut betreibe unabhängige Forschung, die regelmäßig an die Interessen der Nutzer aus Politik, Wirtschaft und Medien rückgekoppelt werde, so die Experten. Damit sei sichergestellt, dass Regierung, Parlament und Diplomatie regelmäßig mit aktuellen und wissenschaftlich fundierten Analysen zur internationalen Lage unterstützt werden. Für die zukünftige Entwicklung empfiehlt der Wissenschaftsrat eine thematische Neuausrichtung der SWP-Forschungsgruppen "Russland/GUS" und "Asien" sowie eine mittel- bis langfristige Perspektive für das Forschungsprogramm. Zudem soll die Stelle eines Forschungsdirektors neu eingerichtet werden, um die Forschungsarbeit noch besser zu koordinieren.

Die "Stellungnahme zum Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)" (Drs. 7262-06) wird im Netz als Volltext unter http://www.wissenschaftsrat.de/ veröffentlicht
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

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23. Mai 2006
Gemeinnützige Forschungseinrichtungen fordern bei Teilnahme an EU-Projekten eine 100-prozentige Finanzierung
Deutsche unabhängige und gemeinnützige Forschungsorganisationen, darunter auch das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, haben gemeinsam eine Stellungnahme zum kommenden Siebten Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union ausgearbeitet. In dem Dokument fordern sie Maßnahmen, die gemeinnützigen Organisationen die Teilnahme erleichtern sollen. Unter anderem sprechen sie sich für zusätzliche Fördermittel aus: "Gegenwärtig besteht die Möglichkeit einer 50-prozentigen Deckung der Gesamtkosten. Dies ist nicht ausreichend, da gemeinnützige Organisationen ohne institutionelle Fördermittel angesichts der Gesetzgebung in Deutschland nur wenige Möglichkeiten haben, die notwendigen zusätzlichen Mittel aus ihren anderen Projektaktivitäten zu beziehen, und sie daher die notwendige Eigenbeteiligung nicht aufbringen können". Dieser Mangel an Fördermitteln erschwere diesen Organisationen die Teilnahme an Projekten, für deren Finanzierung die Kommission nicht zu hundert Prozent aufkommt, erheblich. Die gemeinnützigen deutschen Forschungseinrichtungen fordern daher für sich eine 100-prozentige Förderung im Siebten Forschungsrahmenprogramm der EU-Kommission. Mehr Informationen unter: http://www.izt.de/
Quelle: Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung

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21. Mai 2006
Konrad-Adenauer-Stiftung mit neuer Publikationsreihe "Grundfragen der christlichen Demokratie"
Die beiden Volksparteien CDU und SPD sind derzeit auf der Suche nach einem neuen Grundsatzprogramm. Dass die beiden zudem auch noch Koalitionspartner sind, macht die Sache dabei nicht einfacher: Beide Programme müssen sich sichtlich unterscheiden, um bei den nächsten Wahlen die Nase vorn zu haben. Die Konrad-Adenauer-Stiftung leistet mit einer neuen Broschürenreihe einen Beitrag zur Programmdiskussion der CDU. In der neuen Reihe, so die KAS, "erscheinen Texte namenhafter Autoren zu Grundfragen der christlichen Demokratie". Bislang sind zwei Broschüren erschienen, die im Internet heruntergeladen werden.
Quelle: Konrad-Adenauer-Stiftung

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20. Mai 2006
Download: Mehr Wert durch Beratung?
Die "bubble-economy" Politikberatung, die sich seit dem Umzug der Regierung von Bonn nach Berlin gebildet hat, befindet sich derzeit in einer Konsolidierungsphase. Der Markt vergrößert sich nur noch langsam und Fragen des Qualitätsmanagements gewinnen an Bedeutung. Wie misst man die Qualität von politischer Kommunikationsberatung? Wie muss sich Beratung ändern, um messbar zu werden? Damit beschäftigte sich im August 2005 eine Tagung der Friedrich Ebert Stiftung, zu der vor kurzem eine Dokumentation erschienen ist.

Wie bei vielen Panel-Diskussionen üblich, muss man ein bisschen geduldig sein, um Worthülsen von Ideen zu trennen und Interessantes aufzuschnappen. Man findet dies unter anderem bei der pointierten Analyse von Politik und Medien der Tagesspiegel-Redakteurin Tissy Bruns, bei der Einschätzung Heiko Kretschmers (Johannsen + Kretschmer), dass Politik kein Vermittlungs- sondern ein Glaubwürdigkeitsproblem hat, weil Versprechen nicht gehalten und Ziele falsch formuliert werden, oder beim amerikanisch geprägten und unterhaltsam vorgetragenen Consulting-Ansatz von Marco Althaus (Deutsches Institut für Public Affairs).

Das jeweilige Beratungsangebot, so Althaus, setze sich aus Humankapital, Beziehungskapital und Strukturkapital (Ressourcen) zusammen. Politikberatung funktioniere nach dem Prinzip einer "verlängerten Werkbank", und sei durch wenig Vertrauen auf Seiten der der Auftraggeber und eine strenge Kontrolle der Auftragnehmer geprägt. Qualität der Politikberatung beginne daher mit der Zieldefinition. Die Messlatte von politischer Kommunikationsberatung sei dabei, was Beratung dazu beitragen kann, dass Chancen im politischen Raum erhöht und Risiken verringert werden?

Wie bei den meisten Veranstaltungen zu Politikberatung kommen vor allen Dingen Kommunikationsberater und vereinzelte Beamten oder Journalisten zu Wort, kaum aber Wissenschaftler. Dennoch mag der ein oder andere Gedanke auch für wissenschaftliche Politikberatung gelten, die sich zunehmend ähnlichen, marktförmigen Bewertungskriterien stellen muss.

Der Dokumentationsband (54 Seiten) kann im Download-Bereich heruntergeladen werden.
Quelle: Friedrich Ebert Stiftung

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13. Mai 2006
BICC bietet neuen Internetservice zu Rüstungsexporten an
Seit dem 27. April 2006 bietet das BICC (Internationales Konversionszentrum Bonn) einen neuen Internetservice an. Unter ruestungsexport.info stehen verschiedene Grunddaten zu Rüstung, Militär, Sicherheit, Menschenrechten und Regierungsführung in 170 Ländern zur Verfügung. Die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Datenbanken dienen zum einen der Politikberatung der Bundesregierung selbst. Zum anderen erleichtern sie auch die Einschätzung und Bewertung der deutschen Ausfuhrpolitik von Rüstungsgütern durch die Öffentlichkeit.
Quelle: BICC

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11. Mai 2006
Telepolis: "Profilneurosen auf Hochglanz"
Think Tanks verstehen sich als Ideengeber, die der politischen Debatte ständig neuen Stoff geben. Daher sind viele Think Tanks zugleich Herausgeber einer Zeitschrift, so zum Beispiel die Internationale Politik der DGAP oder das neue Magazin thinktank von berlinpolis (der Think Tank Alert berichtete).

Genau dieses Magazin findet Falk Lüke im Online-Magazin telepolis jedoch nicht das Papier wert, auf dem es gedruckt wurde. Nur wesentlich besser kommt die vom SPD-"Netzwerk" herausgegebene Berliner Republik bei Lüke weg; sowohl Cicero als auch politik&kommunikation fallen dem kritischen Autor ebenfalls zum Opfer.

Bei aller berechtigen Kritik: Politische Magazine sind nicht gemacht, um jedem zu gefallen. Sie müssen streitbar sein. Deswegen stimmt auch Lükes Fazit nicht, dass es "nicht gut" stehe um die Hauptstadtsalons, "wenn alles, was sie auf 40-100 Seiten Hochglanz pressen können, so aussieht". Außerdem ist p&k wirklich kaum zu vergleichen mit Cicero und letzteres bei weitem nicht so politisch wie die beiden erstgenannten Magazine.

Eigentlich müsste das Fazit also anders lauten: Es gibt nicht zu viele, sondern zu wenige politische Magazine. Wo präsentiert etwa die CDU ihre neuen politischen Ideen? In England haben die Tories dafür den Spectator, dem New Labour den New Statesman entgegen stellt. Gerade weil Parteizugehörigkeit nicht mehr milieugebunden ist, sondern ständig wechselt, müssen Parteien neue Wege finden, ihre Visionen publik zu machen. Nicht jeder Versuch mag dabei auf Anhieb gelingen, aber aus Fehlern wird man klug – hoffentlich.
Quelle: telepolis

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7. Mai 2006
Welche Rolle werden Think Tanks zukünftig in der Politikberatung spielen?
So lautet das Thema eines Symposiums der Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen ihres Sommerfestes am 18. Mai 2006. Dabei geht es auch darum, wie die Abteilung "Politik und Beratung" ihre Beratungskompetenz als KAS-Think Tank noch besser in das Spannungsverhältnis zwischen Politikberatung und Politikhandeln einbringen kann. Referenten sind u.a. Professor Karl-Rudolf Korte, Universität Duisburg-Essen, und Ole von Beust, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Im Anschluss daran übergeben der KAS-Vorsitzende Professor Bernhard Vogel und Hans-Bernhard Beus, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, das neue Bürogebäude der KAS in der Klingelhöferstraße seiner Bestimmung. Danach sind die Gäste eingeladen, das neue Gebäude und die KAS beim Tag der Offenen Tür kennen zu lernen. Das Symposium startet um 16.30 Uhr in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung, Tiergartenstr. 35, 10785 Berlin.
Quelle: Konrad-Adenauer-Stiftung

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24. April 2006
Die Bertelsmann Stiftung als "policy entrepreneur"
In der vergangenen Woche hat die Bertelsmann Stiftung eine Aufmerksamkeit erregende vergeichende Studie über den Standort Deutschland veröffentlicht (Titel: "Standortcheck Deutschland 1/2006"). Das Ranking zieht eine weiterhin traurige Bilanz und sieht "kaum Fortschritte bei Wachstum und Beschäftigung". Die BRD befinde sich demnach noch immer auf dem letzten Platz des so genannten Erfolgsindex.

Die Ergebnisse der Studie verwundern insofern, als dass Ökonomen die wirtschaftliche Situation in Deutschland zuletzt wesentlich besser beurteilt hatten. Die Blogger von "LobbyControl" rund um den Politikwissenschaftler Ulrich Müller haben daher nachgeforscht, welche Hintergründe die Studie hat:

"Mit den Indizes werden insbesondere die Entwicklungen als Erfolgskriterien herangezogen, die dem Kanon neoliberaler Reformen entsprechen (...). Fragen der Verteilungsgerechtigkeit oder der Qualität von Lebens- und Arbeitsbedingungen bleiben unberücksichtigt. Neoliberaler Wind weht auch durch die Reformvorschläge: eine weitere Flexibilisierung des Arbeitsmarktes durch Aufweichung des Kündigungsschutzes, Dezentralisierung von Tarifverhandlungen, keine staatlich festgelegten Mindestlöhne, ein Konsolidierungsprogramm, das vor allem auf der Ausgabenseite des Staates ansetzt sowie mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen sind der Studie zufolge notwendige Schritte zum Erfolg. Der Tenor der Studie ist nicht verwunderlich: Ihr Autor ist der INSM-Botschafter [Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft] Prof. Dr. Ulrich van Suntum. Die Bertelsmann-Stiftung leistet so einen Beitrag, eine bestimmte Vorstellung von 'Erfolg' und von alternativlosen Reformnotwendigkeiten in der Öffentlichkeit zu verankern."
Quelle: LobbyControl

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19. April 2006
Daniel Florian: Das DIW – Talkshow statt Hinterzimmer
Im Rahmen der Serie über Think Tanks im Handelsbatt (der Think Tank Alert berichtete) erscheint in der heutigen Ausgabe auch ein Artikel von Daniel Florian, dem Gründer des Think Tank Directories. In dem Beitrag porträtiert Florian das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, das größte deutsche Wirtschaftsforschungsinstitut. Unter seinem Präsidenten Klaus F. Zimmermann unterzog sich das DIW einer grundlegenden Erneuerungskur. Ziel des Modernisierungsprozesses, so Zimmermann, ist es, das DIW zu einer der weltweit führenden Denkfabriken auszubauen.

Der Artikel kann im Download-Bereich heruntergeladen werden.
Quelle: Handelsblatt

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14. April 2006
Liberale Think Tanks aus internationaler Perspektive
Marktwirtschaftlich orientierte Think Tanks boomen, schrieb Karen Horn bereits im August 2005 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dies allein ist allerdings wenig verwunderlich, denn das Modell politikberatender Denkfabriken breitet sich – ausgehend von den USA – bereits seit gut zwei Jahrzehnten aus. Die Hälfte der mehr als 4.500 Think Tanks weltweit seien nach 1980 entstanden, "als Ergebnis der Kräfte der Globalisierung, des Endes des Kalten Krieges und des Auftauchens neuer transnationaler Probleme" (James McGann).

Anders als in den USA seien, so der Experte, die meisten Think Tanks in Europa jedoch sozialdemokratisch ausgerichtet. Jenseits des Atlantiks ist das Verhältnis genau umgekehrt. Um sichtbarer zu werden, vernetzen sich überall Think Tanks mit ähnlicher Ausrichtung, zum Beispiel die "Democratic Alliance" linker Think Tanks in den USA oder das Stockholm Network, ein europaweiter Zusammenschluss von inzwischen 130 marktwirtschaftlich orientierten Denkfabriken. Das – paradoxerweise – in London niedergelassene Netzwerk dient dem internationalen Austausch zwischen seinen Mitglieder, fördert und vermarktet Studien und organisiert eine regelmäßige "Ideenmesse".

Seit dem Ende des Kalten Krieges boomen besonders in Osteuropa privat organisierte liberale Institute. Gefördert werden sie vor allen Dingen aus den USA – EU-Gelder, die zumeist über die nationalen Regierungen verteilt werden, erreichen diese privaten Denkfabriken kaum, so Yordanka Gancheva vom Economic Policy Research Institute in Mazedonien.

Die Think-Tank-Szene in Osteuropa scheint also mehr nach dem US-Vorbild privat finanzierter Institute organisiert zu sein als nach dem kontinentaleuropäischen Modell v.a. staatlich finanzierter Politikberatung. Im Zuge der Osterweiterung treffen die beiden Modelle erstmals aufeinander – und stehen im Wettbewerb um den größten Einfluss auf die politische Agenda. Es bleibt offen und wird interessant sein zu beobachten, welchen Einfluss dies auf die Politikberatung in der Europäischen Union hat.

Der Artikel kann um Download-Bereich heruntergeladen werden.
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, mit Dank an das swisspolicy.net

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11. April 2006
Deutsches Übersee-Institut in German Institute of Global and Area Studies (GIGA) umbenannt
Das Deutsches Übersee-Institut (DÜI) firmiert seit Ende Januar 2006 heißt es nun GIGA German Institute of Global and Area Studies/Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien. Das GIGA umfasst (wie auch das DÜI) das Institut für Afrika-Kunde, das Institut für Asienkunde, das Institut für Iberoamerika-Kunde, das Deutsche Orient-Institut, das Institut für Allgemeine Überseeforschung sowie die Übersee-Dokumentation.

Das GIGA befindet sich seit mehr als einem Jahr in einer Phase der Restrukturierung und Neuorientierung. Der neue Name ist Ausdruck des gewandelten Anspruchs und der neu fokussierten wissenschaftlichen Ausrichtung. Die bestehenden vier Regionalforschungsinstitute (Afrika, Asien, Lateinamerika, Nah-/Mittelost) und die drei neu geschaffenen Forschungsschwerpunkte (Legitimität und Effizienz politischer Systeme; Gewaltdynamiken und Sicherheitskooperation; Transformation in der Globalisierung) wurden stärker vernetzt, um die wissenschaftliche Kompetenz zu erhöhen.

Das Institut hat zudem eine neue Agenda für die Zusammenarbeit mit Politik und Wirtschaft entwickelt und sein Produktionspalette angepasst. So werden im neu konzipierten und jährlich mit 60 Ausgaben erscheinenden "GIGA Focus" Hintergrundinformationen für die Öffentlichkeit zu aktuellen Themen geliefert. Die ersten Ausgaben sind gerade erschienen und auf der Webseite des GIGA zugänglich.
Quelle: GIGA German Institute of Global and Area Studies

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7. April 2006
Think Tank Alert jetzt mit RSS News-Feed
Der Think Tank Alert ist nun auch als RSS-Feed abrufbar. Damit werden Sie bequem und kostenlos auf dem Laufenden gehalten, sobald eine neue Meldung erscheint. Zum Lesen des RSS-Feeds benötigen Sie lediglich einen RSS-Newsreader, der oft als Freeware erhältlich ist und sich z.B. in Ihren Browser integrieren lässt. Nähere Informationen zum Think Tank Alert RSS-Feed erhalten Sie hier.
Quelle: Think Tank Directory Deutschland

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6. April 2006
berlinpolis bringt eigenes Magazin heraus
berlinpolis startete Ende März mit einem eigenen Magazin mit dem Titel "thinktank". Das Magazin soll ein Forum für Ideen sein, "die außerhalb des Mainstreams liegen und von außen oder unten in Gesellschaft und Wirtschaft entstehen".

Das Thema der ersten Ausgabe lautet "Neue Ideen braucht das Land". Dazu schreiben unter anderem Wolf Lotter und Prof. Dr. Frieder Meyer-Krahmer. In einem Doppelinterview sprechen zudem Andrea Nahles (SPD) und Hildegard Müller (CDU) über die Innovationskraft von Parteien. Außerdem: Tom Bentley, Leiter des Londoner Think Tanks "Demos" fordert eine grundlegende Erneuerung unserer Demokratie.

Das 48-seitige Magazin mit einer Startauflage von 8.000 Exemplaren kann in einigen Kiosken im Berliner Regierungsviertel oder über die berlinpolis-Webseite bezogen werden.
Quelle: berlinpolis

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5. April 2006
Von "eggheads" und Intellektuellen:
Think Tanks in den USA und Europa

In den letzten 200 Jahren brachte Europa die größten Intellektuellen hervor, während sich Amerika ganz auf den Kommerz konzentrierte und Intellektuelle als "eggheads" beschimpfte. Inzwischen hat sich das Blatt allerdings gewendet und Amerika ist das Land der einflussreichen Intellektuellen geworden, so die These von "Lexington", der Amerika-Kolumne des "Economist".

Als Grund sieht der Autor – der, wie im "Economist" üblich, dabei anonym bleibt – unter anderem die zahlreichen Think Tanks in den USA, die erst die Voraussetzungen schaffen, dank derer Intellektuelle neue Politik-Programme entwickeln können, sowie die vielfältigen Zeitschriften, die dankbar jede neue Idee aufgreifen. Weitere Gründe seien die prinzipielle Offenheit des amerikanischen politischen Systems und die schwache Ministerialbürokratie und Parteienlandschaft, die "policy entrepreneurs" geradezu herausfordern.

Außerdem: "America's policy intellectuals have a talent for packaging their ideas in provocative ways – for declaring not only that the cold war is winding down but that history is ending, not just that regional tensions are rising but that the world is entering a clash of civilisations." Angesichts der zahlenmäßig ansteigenden "hot wars" und des Irak-Krieges ist es andererseits vielleicht ganz gut, dass europäische Denker vorsichtiger beim Formulieren ihrer Ideen sind ...

Der Artikel ist nur gegen Gebühr auf der Webseite des "Economist" zu lesen.
Quelle: The Economist

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2. April 2006
Gerhard Schröder will deutsch-russischen Think Tank gründen
Mehrere Zeitungen berichteten in der letzten Woche, Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder wolle eine deutsch-russische Denkfabrik schaffen, welche die strategische Partnerschaft zwischen den beiden Ländern festigen solle. Bereits Mitte Februar hatte Schröder bei einem Diner mit Putin-Berater Wiktor Iwanow, dem ehemaligen Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU) und Alexander Rahr von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) über eine entsprechende Initiative gesprochen. Darüber hinaus ist allerdings kaum etwas über das Projekt bekannt.

Die russische Zeitung "Kommersant" vermutet dahinter laut Focus Online ein "Lobby-Zentrum" für russische Interessen, das lediglich dazu dienen solle, das Image Russlands im Westen zu verbessern und deutsch-russische Projekte zu fördern. Bereits in der Vergangenheit hatte Russland mehrfach PR-Agenturen engagiert, um Imagewerbung zu betreiben. Aber, so das Handelsblatt: "Wenn es im Diskurs mit den PR-Managern um die harten Themen wie Tschetschenien, Demokratie und Unabhängigkeit der Justiz in Russland ging, entlarvten sich die Bemühungen schnell als das, was sie im Kern waren: Propaganda." Schröder dementierte den Bericht jedoch und betonte, die Denkfabrik solle nicht bloß eine PR-Agentur sein.

Experten sind allerdings skeptisch, ob ein neuer Think Tank überhaupt Sinn macht, schließlich gibt es bereits entsprechende Gesprächsplattformen für den deutsch-russischen Dialog. Im Kreml selber ist offiziell von Schröders Plänen bislang ebenfalls nichts bekannt. Ein Sprecher sagte, er habe davon ebenfalls nur aus der Zeitung erfahren und ergänzte: "Ich habe Zweifel an der Logik eines Projektes, bei dem russische Unternehmen Geld an eine deutsche Firma überweisen sollen, damit diese das Image Russlands im Ausland verbessert." Auch die russische Opposition sowie FDP und Grüne kritisierten die Pläne angesichts der politischen Situation in Russland.

Harald Schmidt nahm die Ankündigung des Projekts übrigens mit Humor und sagte in seiner Show am vergangenen Mittwoch: "Es gab ja schon mal eine sehr, sehr erfolgreiche deutsch-russische Co-Produktion. Die hieß wie? – Richtig: DDR!" Es bleibt also abzuwarten, ob bei so viel Kritik die neue Denkfabrik nicht genauso unvermittelt zu Grabe getragen wird wie sie entstanden ist.
Quellen: Focus Online, presseportal.de, handelsblatt.com

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1. April 2006
Think Tanks in Brüssel
Brüssel ist inzwischen nicht nur für Lobbyisten, sondern auch für Think Tanks ein beliebtes Pflaster. Viele nationale Denkfabriken haben inzwischen auch ein Büro in der Hauptstadt Europas. Das Magazin "European Agenda" der Helios Verlagsgesellschaft, die auch das Fachmagazin "Politik & Kommunikation" herausgibt, stellte in seiner Februarausgabe 46 Brüsseler Think Tanks vor. Das Booklet kann auf der Webseite des Magazins oder hier im Download-Bereich kostenlos heruntergeladen werden.
Quelle: European Agenda

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26. März 2006
GPPI zieht um
Nach zwei Jahren als politikwissenschaftliches "Start-up" ist das GPPI im März umgezogen. Durch ein kontinuierliches Wachstum an Projekten und Mitarbeitern wurden die bisherigen Räume im Palais am Festungsgraben zu klein und machten einen Umzug in die Reinhardtstraße, in direkter Nähe zum Reichstag, nötig.
Quelle: Global Public Policy Institute

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20. März 2006
DIW Berlin und die dimap-Gruppe kooperieren
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat mit der dimap-Gruppe eine Kooperationsvereinbarung für die deutschsprachigen Länder und die EU-Institutionen abgeschlossen. Im Bereich der politischen Beratung von Unternehmen, Verbänden, öffentlichen und politischen Institutionen entwickeln und vertreiben dimap und das DIW Berlin künftig ein gemeinsames Leistungsspektrum. Das DIW Berlin ist als größtes deutsches Wirtschaftsforschungsinstitut in der Grundlagenforschung und der wissenschaftsbasierten Politikberatung aktiv und stellt im Rahmen der Kooperation wirtschaftswissenschaftliche Analysen und Experten bereit. Die dimap-Gruppe bringt ihre langjährige Erfahrung und ihre Kompetenz im Bereich der Markt- und Meinungsforschung sowie der Politik-, Unternehmens- und Verbandsberatung ein.

Das DIW Berlin wurde 1925 als Institut für Konjunkturforschung gegründet und erhielt einige Jahre später seinen heutigen Namen. Seinen Sitz hat es seit seiner Gründung in Berlin. Noch in diesem Jahr wird das DIW Berlin von Berlin-Dahlem nach Berlin-Mitte umziehen, um noch näher an seinen Zielgruppen Politik, Verbänden und Medien zu sein. Seit 2000 wird es von Prof. Dr. Klaus F. Zimmermann geführt. Den Ursprung der dimap-Gruppe bildet das 1995 in Bonn gegründete "Institut für Markt- und Politikforschung" (dimap), das heute zu den führenden Meinungsforschungsinstituten in Deutschland gehört. Seit 1996 ist Infratest dimap, die Tochterfirma von TNS Infratest (München) und dimap (Bonn), von der ARD mit der Berichterstattung über alle Wahlen in Deutschland beauftragt. Im Jahre 2000 wurde die auf Politikberatung spezialisierte Agentur "dimap consult", 2002 die auf Unternehmens- und Verbandsberatung ausgerichtete Beratungsgesellschaft "dimap communications" gegründet. Heute zählen mittelständische Firmen ebenso wie internationale, börsennotierte Unternehmen, Verbände und politische sowie staatliche Institutionen auf Landes- und Bundesebene zu den Mandanten der dimap-Gruppe. Die dimap-Gruppe mit ihren knapp 50 Mitarbeitern, Beratern und Partnern ist mit Büros in Berlin, Bonn, Hamburg und München im gesamten Bundesgebiet vertreten.
Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

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14. März 2006
Update: Zukunftskolloquium "Think-Tanks in der Politikberatung – Schiedsrichter oder Mitspieler im Kampf der Ideen?"
Am 28. Februar diskutierten Prof. Dr. Jobst Fiedler (Professor an der Hertie School of Governance), Matthias Machnig (Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) und Prof. Dr. Martin Thunert (Politikberatungsforscher an der Hochschule Bremen) eben jene Frage (der Think Tank Alert berichtete). Eine Zusammenfassung der Debatte finden Sie hier.

Wie steht es um die Politikberatung in Deutschland? Das Podium suchte und fand Antworten: Cornelius Winter, Jobst Fiedler, Matthias Machnig, Martin Thunert, Heiko Kretschmer (v.l.n.r.)
Wie steht es um die Politikberatung in Deutschland? Das Podium suchte und fand Antworten: Cornelius Winter, Jobst Fiedler, Matthias Machnig, Martin Thunert, Heiko Kretschmer (v.l.n.r.)

Quelle: Johanssen + Kretschmer Strategische Kommunikation GmbH

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7. März 2006
Wer berät Angela Merkel?
Drei Berater, so die "Welt" in einem Artikel von gestern, stechen besonders heraus: Jens Weidmann (Leiter der Abteilung "Wirtschaftspolitik" im Kanzleramt), Stefan Homburg (Direktor des Instituts für Öffentliche Finanzen, Hannover) und Hans-Werner Sinn (Direktor des Münchener Ifo-Instituts). Der Volkswirt Weidmann begann seine Kariere beim Internationalen Währungsfonds (IWF), leitete danach vier Jahre das Generalsekretariat des Sachverständigenrates und wechselte dann in die volkswirtschaftliche Abteilung der Bundesbank. Homburg habilitierte ebenfalls in VWL an der Uni Dortmund und war sowohl Mitglied der Kommission zur Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung als auch wesentlich an der Herzog-Kommission beteiligt. Auf Sinn geht das Konzept des Kombilohns zurück. Der Professor mit dem markanten Bart war vor allen Dingen während des Wahlkampfes ein wichtiger Gesprächspartner für Merkel. Ebenfalls als einflussreich wird die Stiftung Marktwirtschaft beschrieben.

Think Tanks spielen also eine Rolle in Merkels Regierung, auch wenn die "Welt" bemängelt, dass von den liberalen Ideen nicht viel übrig geblieben sei. Wie übrigens auch von Professor Paul Kirchof und dem traditionellen Beratergremium der Bundesregierung, dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage.
Quelle: Die Welt

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26. Februar 2006
Artikel "Wissenschaftliche Politikberatung am Beispiel der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)" von Stefan Mair, Michael Paul und Ulrike Schneckener
Der Beitrag "Wissenschaftliche Politikberatung am Beispiel der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)" von Stefan Mair, Michael Paul und Ulrike Schneckener bietet einen interessanten Einblick in den "Mercedes Benz" unter den europäischen Think Tanks. Interessant sind vor allen Dingen die Beschreibung der Zusammenarbeit zwischen der SWP und der Bundesregierung bzw. dem Auswärtigen Ausschuss und der Bundeswehr. Der Abschnitt über die Medienarbeit der Stiftung hingegen bleibt knapp und bestätigt die Ergebnisse meiner Bachelorarbeit über "Wandlungsstrategien akademischer Think Tanks". Bei der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, so die Autoren "müssen Nutzen und Kosten sorgsam gegeneinander abgewogen werden." Der Artikel erscheint im Band "Grundwissen Politikberatung – Ein Handbuch", hrsg. von Stephan Bröchler und Rainer Schützeichel und ist zudem als PDF-Datei im Download-Bereich zu finden.
Quelle: Stiftung Wissenschaft und Politik

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25. Februar 2006
Think Tanks suchen "Journalist in Residence"
Ab dem 1. März startet das Programm "Journalist in Residence", das von der Volkswagenstiftung sowie dem Amsterdam Institute for Advanced Labour Studies, dem Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, dem Wissenschaftszentrum Berlin und dem Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen entwickelt wurde. Während der ein- bis dreimonatigen Gastaufenthalten hospitieren ausgewählte Journalisten mit Schwerpunkt Politik/Wirtschaft/Gesellschaft in Forschungsprojekten und haben außerdem die Möglichkeit, zu selbst gewählten Themen zu recherchieren. Das Programm soll die qualifizierte Berichterstattung über gesellschaftlich relevante Themen fördern und den Kontakt zwischen Sozialwissenschaftlern und Fachjournalisten stärken.

Die Journalisten sind:

Dieter Fockenbrock (Handelsblatt); JiR-Thema: Neuordnung der Deutschland AG (MPIfG, WZB)

Christian Füller (taz); JiR-Thema: Steuerung und Selbstregulierung des deutschen Bildungssystems (MPIfG, ZeS)

Ralf Grötker (freier Journalist); JiR-Thema: Arbeit, Unternehmensethik und gesellschaftliche Verantwortung (WZB, AIAS)

Andreas Heller (NZZ Folio); JiR-Thema: Welche Rolle wird der Staat künftig haben? (WZB, ZeS)

Jürgen Kaube (Frankfurter Allgemeine Zeitung); JiR-Thema: Reformdebatte zum Verhältnis von Markt und Staat (MPIfG, ZeS)

Wilma van Meteren (Trouw (NL)); JiR-Thema: Labour Migration and Flexibilisation of the Labour Market in the EU (WZB)

Winand von Petersdorff-Campen (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung); JiR-Thema: Unternehmenskontrolle im Volkswagen Konzern (MPIfG, AIAS)

Katharina Sperber (Frankfurter Rundschau); JiR-Thema: Working Poor – Arbeitsmarkt und Beschäftigung (WZB)

Cordula Tutt (Financial Times Deutschland); JiR-Thema: Ungleichheit und soziale Integration (WZB)
Quelle: Wissenschaftszentrum Berlin, Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung

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18. Februar 2006
Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa mit neuem Namen und neuer Abteilungsleiterin
Gertrud BuchenriederDas Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa hat den Zusatz "Leibniz Institut" in seinen Namen aufgenommen. Begründung: "Aufgrund zunehmender Präsenz und wachsender Anerkennung der Leibniz-Gemeinschaft in der Öffentlichkeit hat das Direktorium dem Stiftungsrat vorgeschlagen, das IAMO in 'Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa' umzubenennen." Die bisherige Kurzform IAMO bleibt unverändert, im Logo ist der Zusatz "Leibniz" aufgenommen worden. Außerdem: Professor Dr. Gertrud Buchenrieder hat zum 15. Januar 2006 die Leitung der Abteilung Rahmenbedingungen des Agrarsektors und Politikanalyse übernommen. Buchenrieder lehrte zuvor an der Universität Hohenheim.
Quelle: Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa

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14. Februar 2006
Zukunftskolloquium: "Think-Tanks in der Politikberatung - Schiedsrichter oder Mitspieler im Kampf der Ideen?" am 28. Februar
Moderne Wissensgesellschaften müssen immer komplexere Fragen entscheiden. "Think Tanks" oder "Denkfabriken" stehen für eine Branche der wissenschaftlichen Politikberatung, die in der politischen Auseinandersetzung zunehmend sichtbar wird. Die Unterstützung durch wissenschaftliche Expertise führt aber nicht ohne weiteres zu objektiven politischen Entscheidungen. Themen wie etwa die Reform des Sozialstaats und technologische Zukunftsentscheidungen bleiben umstritten, weil auch Wissenschaft nicht frei von Interessen und Widersprüchen ist. Was bedeutet dies für die Umsetzung und Legitimität von Beratung? Diese Frage diskutieren Prof. Dr. Jobst Fiedler (Professor an der Hertie School of Governance), Matthias Machnig (Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) und Prof. Dr. Martin Thunert (Politikberatungsforscher an der Hochschule Bremen) auf dem Zukunftskolloquium der Deutschen Gesellschaft für Politikberatung. Die Veranstaltung findet am 28. Februar 2006 von 19.00 Uhr bis 22.00 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Gendarmenmarkt, Markgrafenstraße 38, Berlin, statt. Weitere Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie unter http://www.degepol.de
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Politikberatung

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4. Februar 2006
Artikel: "Generating Legitimacy for Labor Market and Welfare State Reforms: The Role of Policy Advice in Germany, the Netherlands, and Sweden" von Werner Eichhorst und Ole Wintermann
Policy advice can help political actors design and implement institutional reforms through the generation of political and substantial legitimacy. This article clarifies the institutional preconditions of effective supply and transfer of policy advice with particular respect to the field of labor market and social policy reform and to corporatist arrangements where academic think tanks and social partner bodies for policy advice exist side by side. It shows how policy advice is structured and to what it extent it could influence actual policy-making in Germany, the Netherlands, and Sweden over the last decade. Our main argument is that the structure of policy advice is essential for its effectiveness, with highly reputable and less contested expert committees and research institutes providing balanced policy-oriented advice are most influential and conducive to furthering labor market and welfare state reforms in corporatist settings. In combination with a shadow of hierarchy spent by government they can also facilitate social partner consensus. Hence, an appropriate supply of policy advice can help ensure sufficient legitimacy for institutional reforms and increase societal problem-solving capacities. If government is weak for institutional reasons and policy advice rather fragmented, challenged and less policy-oriented, like in the German case, policy advice can not realize its full potential.

Der Artikel umfasst 28 Seiten und ist auch im Download-Bereich des Think Tank Directories zu finden.
Quelle: Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit

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29. Januar 2006
Rezension: "Politikberatung in den USA – Der Einfluss von Think Tanks auf die amerikanische Sozialpolitik" von Martin Gehlen
"Die amerikanische Think-Tank-Industrie boomt." Noch nie gab es so viele private Politikberatungsinstitute wie heute, Jahr für Jahr fließen Rekordsummen in diesen Sektor, und die Politik kann auf hervorragende Expertise der Denkfabriken jederzeit zurückgreifen. Trotzdem mehren sich Zweifel an Sinn und Qualität dieses Wachstums, vor allem ausgelöst durch den Totalangriff der Republikaner auf die herkömmliche Sozialstaatspolitik. Ist das "Goldene Zeitalter der Politikberatung" vorbei?

Martin Gehlen, politischer Redakteur beim Tagesspiegel, fragt sich in seiner am Erfurter Max-Weber-Kolleg eingereichten und von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Dissertation, ob der einstige Fortschrittsglaube der wissenschaftlichen Politikberatung heute einer Entwertung (und Selbstentwertung) weichen müssen. Denn viele Think Tanks sind Advokaten, Propaganda- und Windmaschinen, wirksame Waffen organisierter Interessen und Vertreter eines "Movement toward advocacy analysis". Dabei bleibt die Wissenschaftlichkeit und Beratungsfunktion schnell auf der Strecke. Zwischen diesen beiden Polen – einer optimistisch, einer pessimistisch – geht Gehlen den Welfare-Reformprozessen der 80er und 90er nach. Er gibt zunächst einen Überblick über Geschichte, Entwicklung und Arbeit wichtiger Think Tanks in den USA, analysiert dann aber minutiös, wo sich Einfluss und Einflusslosigkeit ablösen und wie das Ringen der Denkfabriken um Einfluss und Ansehen vor allem Kampf um Symbole, Werte, Wahlentscheidungen, Schlüsselfiguren und Definitionshoheit bedeutet: die "generelle Großrahmung der gesellschaftlichen Ausgangslage und ihrer Defizite".

Die Erfahrungen, so Gehlen, lassen sich krasser nicht vorstellen – erst hofiert, dann ignoriert. Im Wechselspiel zwischen Wissen und Politik sind viele Szenarien möglich, auch extreme. Das sehr systematische und gut lesbare Buch zeigt die Chancen fachwissenschaftlicher Beratung in ideologisch weniger aufgeheizten Phasen, aber auch die möglichen Bruchlinien. Eine anschauliche Schilderung von Praktiken und eine Warnung vor zu viel Selbstverliebtheit im Beratungsbetrieb.
Quelle: Newsletter des Deutschen Instituts für Public Affairs (DIPA), 20. Januar 2006

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11. Januar 2006
"Handelsblatt" mit Serie über Think Tanks
Wer denkt eigentlich für die Republik? Das könnte das Motto einer Serie der Wirtschaftszeitung "Handelsblatt" sein, die in ihrer Mittwochsausgabe nun immer einen Think Tank portraitiert, in dieser Woche das Wissenschaftszentrum Berlin. Die gut recherchierten Artikel verschaffen einen interessanten Einblick in das jeweilige Institut und liefern zudem Hintergrundinformationen jenseits von Fakten, Fakten, Fakten. Online sind die Beiträge leider nur gegen Entgeld zu lesen.
Quelle: Handelsblatt

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3. Januar 2006
Schwerpunkt Think Tanks bei "p&k"
Bereits im Herbst 2004 berichtete das Branchenmagazin politik & kommunikation (p&k) in einem Schwerpunkt über Think Tanks in Deutschland. Die Artikel sind nun auch online auf der Webseite von p&k und im Download-Bereich des Think Tank Directories zu finden:

"Schnelle Hilfe für den Kopf" – so charakterisiert Autor Manuel Lianos das immer medienwirksamer werdende Think-Tank-Geschäft. Aber hilft ein professionelleres Marketing auch dabei, die Politik voranzubringen? Die Antwort geben Praktiker und Politikwissenschaftler.

"Die neue Rolle der Denkfabriken" fragt, wie sich vier Praktiker selbst einschätzen und welche Rolle sie sich und ihren Institute im politische Geschäft zu messen. Interessant, denn zu Wort kommen die Kapitäne solcher (Think-) Tanker wie der SWP und der DGAP.

"Die Ideenmacher im Portrait" stellt einige der interessantesten Chefdenker deutscher Think Tanks vor – von Reiner Klingholz, Geschäftsführer des Mini-Think Tanks Berlin-Institut bis zu Berater-Schwergewichten wie Werner Weidenfeld vom CAP.
Quelle: politik&kommunikation

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